Nach den umfangreichen Informationen von Georg Zunner über den Zustand des denkmalgeschützten Gebäudes und die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen in den vergangenen Monaten sowie dem Sanierungsbeschluss des Stadtrats Ende September stellte der Amberger Architekt dem Gremium nun die endgültige Kostenberechnung vor. Entgegen der bisher veranschlagten Kalkulation steigen die Gesamtkosten um 0,8 auf 3,3 Millionen Euro. Gleichzeitig wächst auch die Förderquote: von 60 auf 80 Prozent.
Vor der Präsentation des umfangreichen Zahlenwerks verwies Bürgermeister Peter Lehr auf die im Zuge der Vorbereitung der Ausschreibungen erfolgten Untersuchungen zu Bodenaufbau, Schadstoffeinbringung im Bereich der Fußböden und Statik. Diese seien erforderlich geworden, um die Kosten genau verifizieren zu können. "Hinzu kam eine weitere Besprechung mit dem Landesamt für Denkmalpflege zur Genehmigungsfähigkeit der geplanten Ausbaumaßnahmen", berichtete der Bürgermeister. Die Kostenberechnung des Architekten stelle die Grundlage für den Zuwendungsantrag bei der Regierung dar.
Die deutliche Erhöhung der Gesamtkosten begründete Georg Zunner mit einer Schadstoffüberprüfung, erforderlichen Analysen, vielen Rückbaumaßnahmen und Wünschen des Landesamts für Denkmalpflege. Von den mit knapp 540 000 Euro veranschlagten Baumeisterkosten entfallen allein 175 000 Euro auf die Sanierung des Mauerwerks und 117 000 Euro auf Ausbau- und Abbrucharbeiten. Die Zimmererarbeiten (183 000 Euro) enthalten nach Darstellung Zunners viele Ertüchtigungskonstruktionen.
Weitere erhebliche Kostenfaktoren bilden die Tischlerarbeiten für Fenster und Türen. So sind zwei neue Haustüren vorgesehen. Fliesen-, Platten- und Bodenbelagsarbeiten verursachen Aufwendungen von gut 213 000 Euro. Mit knapp 100 000 Euro veranschlagt der Architekt die Malerarbeiten innen und außen. Zu diesen rund 1,8 Millionen für die Kostengruppe "Bauwerk" kommen noch 555 000 Euro für die technischen Gewerke wie Heizung, Lüftung, Sanitär- und Elektroinstallation sowie Lift. Zusammen mit Aufwendungen für Außenanlagen (139 000 Euro), Ausstattung (170 000 Euro) und Nebenkosten (649 000 Euro) wird die Drei-Millionen-Marke somit deutlich überschritten.
Der Bürgermeister wies darauf hin, dass die Zunahme der veranschlagten Kosten keine Mehrbelastung der Stadt nach sich ziehe. Die nun angekündigte Förderung von 80 Prozent mindere den Anteil der Kommune vielmehr erheblich. Er kündigte den umgehenden Zuwendungsantrag an die Regierung der Oberpfalz und die Ausschreibung der Sanierung noch in diesem Jahr an.
Ein Lob für die planerischen Vorarbeiten an der Maßnahme kam von der CSU. Marcus Gradl bescheinigte dem Architekten eine "kompetente" Leistung. Franz Fuchs (SPD) wollte wissen, ob das Vorhaben europaweit ausgeschrieben werden müsse. Zunner ließ eine Entscheidung darüber noch offen. Von einer "gewaltigen Summe" sprach Hans Bscherer (FW). Da es sich jedoch um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt und eine hohe Förderung zugesichert wird, sah er in der Sanierung eine Aufwertung des Stadtplatzes.













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