14.04.2019 - 09:12 Uhr
EschenbachOberpfalz

Kreisgruppe Eschenbach der Jäger zwischen Problemwild und Ehrungen

Schwarzwild, Kormoran und Wolf sind waren Thema im Gemeindezentrum Speinshart. Anlass war die Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe Eschenbach des Landesjagdverbandes.

Seit 50 Jahren dabei: Fritz Dippl (Zweiter von links) wird mit Urkunde und Ehrennadel geehrt.
von Walther HermannProfil

Nach Hornsignalen zu Ehren des verstorbenen Jagdkameraden Vinzenz Dachauer sprach Mario Gittler von einem „Klassiker“, der am Vormittag des gleichen Tages cirka 200 Schüler der Grundschulen Eschenbach, Pressath und Speinshart ins Gemeindezentrum gelockt hatte. Er dankte Konrad Nickl für die erneute Organisation des Begleitprogrammes mit Hundeführern, Imkern, Vogelschützern, Sportanglern und einer Falknerin, das den Schülern einen Naturkundeunterricht der besonderen Art bescherte (wir berichteten).

In seinem Rückblick erwähnte er Vorstandssitzungen, Geburtstagsfeiern und Beisetzung und berichtete von einer intensivierten Zusammenarbeit mit anderen Vereinen. Explizit ging er auf eine Veranstaltung mit den Sportanglern ein, bei der das Kormoran-Management vorgestellt und die Jäger zur Mithilfe aufgerufen wurden. Erste Erfolge seien bereits erkennbar. „Der Wolf ist nicht nur in den Medien da“, verkündete Gittler mit dem Hinweis auf „einen Riss im eigenen Revier“. Das Problem Schwarzwild umriss er mit dem Aufruf, dass „nur gemeinsam, statt einsam“ Erfolge erzielt werden könnten. Nur kurz befasste er sich mit den jüngsten Informationen zu „Tschernobyl-Entschädigungen“ und erklärte: „Hier bei uns kommt nichts an.“ Für 2020 kündigte der Vorsitzende Neuwahlen an.

Über einen ausgeglichenen Haushalt berichtete Kassier Michael Hösl. Von 87 Einsätzen, davon 40 erschwerten, sprach Nachsuchenführer Mario Goss. Er appellierte an neue Jäger und Pächter, die geltenden Nachsuchenvereinbarungen zu unterschreiben.

Ein deutliches Lob an die Jäger, „die keine einfache Aufgabe haben“, kam von Speinsharts Bürgermeister Albert Nickl. Er erkannte deren stets zunehmenden Aufgaben und befasste sich mit Herausforderungen durch neue Tiere und die Schwarzwildproblematik. Die zur Beurteilung des Wildbestandes aufgelegten Gehörne nannte er „Stolz der Jäger“. Für die junge Generation von besonderer Bedeutung war für ihn die bereits erwähnte Ausstellung für Schulklassen. Er bescheinigte ihr Erlebniswert und Lerneffekte.

Für 50-jährige Mitgliedschaft ehrten die Kameraden abschließend Fritz Dippl. Mit der Übergabe von Urkunde und Ehrennadel dankten ihm Gittler, sein Stellvertreter Wolfgang Jellen und Ehrenmitglied Albert Butscher für langjährige Treue und waidmännische Verdienste. Den verhinderten Mitgliedern Josef Weismeier (50 Jahre) und Günther Habelitz (25 Jahre) werden die Urkunden nachgereicht. Das Bläserkorps sorgte für die musikalische Untermalung der Veranstaltung.

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