20.12.2018 - 14:41 Uhr
EschenbachOberpfalz

Lebensdauer überschritten

Wasseraufbereitung: Pumpen und Steuerung jahrzehntealt - Investitionen erforderlich.

Robert Braun (Zweiter von rechts) von der Firma Südwasser informiert Bürgermeister und Stadträte vor Ort über die Arbeitsweise der in die Jahre gekommenen Steuerungsanlage der städtischen Wasserversorgung.
von Walther HermannProfil

Dies erfuhr der Stadtrat bei einem Informationstermin vor Ort in der Wasseraufbereitungsanlage zwischen dem Hotel am See und dem Ortsteil Hotzaberg.

Wasserwart Thomas Rothe stellte dem Gremium die 56 Jahre alte Pumpenanlage vor, die das aufbereitete Trinkwasser in den Hochbehälter befördert. Er sprach von einer Leistung von 45 bis 80 Kubikmeter pro Stunde sowie von Druckstößen im Netz, die sich beim Anfahren ergeben, und informierte über die Bedeutung des "Gleichgewicht-pH-Werts". Für die langfristige Sicherstellung der kommunalen Wasserversorgung regte er die Suche nach einem weiteren ergiebigen Brunnen an.

Bürgermeister Peter Lehr erinnerte daran, dass die Brunnen 1 und 2 bereits seit geraumer Zeit stillgelegt sind, und ging auf das wasserrechtliche Verfahren ein, dem zurzeit die Brunnen 3 und 4 unterworfen sind. "Es wird von Geologen begleitet. Nach dem Abschluss werden wir weitere Entscheidungen treffen", kündigte der Bürgermeister an.

Weitere technische Informationen erhielten die Stadträte von Robert Braun, dem stellvertretenden Abteilungsleiter der Firma Südwasser, der die Stadt vor gut zehn Jahren die Betreuung der städtischen Wasserversorgung übertragen hat. Er stellte den Besuchern das System der 19 Jahre alten Steuerungsanlage vor, für die es keine Ersatzteile mehr gebe. Braun begründete dies mit einer "normalen Lebensdauer" von zehn Jahren und gab zu bedenken, dass bei einem Ausfall der Anlage nur durch "Handbetrieb" abgeholfen werden könne. Die Kosten für eine neue Steuerungsanlage bezifferte er mit etwa 110 000 Euro.

Im Kreis der Stadträte wurden Überlegungen angestellt, ob es im Zuge dieser Ersatzmaßnahme nicht sinnvoll sei, nach sechs Jahrzehnten auch die drei Pumpen zu erneuern. Braun hielt dafür Aufwendungen von etwa 50 000 Euro für ausreichend. "Der Stadtrat wird sich im neuen Jahr mit dem Thema 'Wasseraufbereitungsanlage' befassen", teilte der Bürgermeister mit.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.