11.02.2019 - 13:25 Uhr
EschenbachOberpfalz

Letzter Schliff für die Meisterschaft

Es lockt die russische Metropole Kasan. Berühmt durch seine Monumentalbauten mit einem eigenen „Kreml“ ist die Stadt an der Wolga ein Touristenmagnet. Für die Rogers-Burschen ist dies allenfalls ein Nebeneffekt.

Abwechselnd trainieren die Rogers-Burschen mit den Teams von Tesa und Witron für den nationalen Berufswettbewerb der Mechatroniker, die "World Skills Germany" in Köln. Unser Bild zeigt die Teilnehmer-Duos aus Eschenbach und Offenburg mit ihren Trainern im Rogers-Ausbildungszentrum Eschenbach.
von Robert DotzauerProfil

Sie konzentrieren sich auf die nächste Weltmeisterschaft der Berufe, die in Kasan ausgetragen werden. Doch vor den "World Skills" wartet die Deutsche Meisterschaft. Nur die deutschen Champions dürfen nach Kasan - Grund genug, sich anzustrengen.

Alle zwei Jahre treffen sich die besten Mechatroniker zum nationalen Wettbewerb. Die nächsten "World Skills Germany" sind für 19. bis 23. Februar auf der Bildungsmesse "Didacta" in Köln terminiert. Mit dabei ist natürlich wieder der Nachwuchs von Rogers Germany Eschenbach. Das Duo der Firma trainiert bereits seit Monaten für die Meisterschaft. Sieger oder Vizemeisterschaft: "Das wär’s", sagt Ausbildungsleiter Johannes Beierl.

Ganz neu ist der Wettbewerb für die Rogers/Curamik-Burschen nicht. Seit der Einführung dieser Prüfung im Jahr 2005 sind sie dabei. Und das mit guten Ergebnissen. Schon drei Mal gewannen die Firmen-Vertreter die deutsche Vizemeisterschaft. Der Titel drückt sich nicht nur in Urkunden und Medaillen aus: Vielmehr bedeutet er auch die Teilnahme an den Europameisterschaften. Und so ging es nach Lille (Frankreich), Göteborg (Schweden) und zuletzt nach Budapest. Im August wäre Graz an der Reihe.

In einer Woche werden die Karten neu gemischt. Teilnahmeberechtigt bei der Deutschen Meisterschaft im Berufszweig Mechatronik sind Auszubildende oder Fachkräfte mit einer Ausbildung im Bereich Mechatronik oder Elektronik. Die Altersgrenze liegt bei 25 Jahren. Zugelassen sind nur Zweier-Teams, die in ihrem Unternehmen schon mit technisch hochwertigen Automatisierungslösungen vertraut sind. Deshalb reist das Rogers-Duo Toni Beierl und Michael Melchner mit großer Zuversicht nach Köln. Seit längerem beeindrucken sie durch großes Fachwissen.

Den letzten Schliff holten sie sich in den vergangenen Wochen mit einem intensiven Training - und das teilweise gemeinsam mit den ebenfalls gemeldeten Teams von Witron (Parkstein) und Tesa (Offenburg). Bei gleichen Voraussetzungen trainierten bereits die Teams von Witron und Rogers sowie zuletzt von Rogers und Tesa. In dieser Woche geht es zu Witron nach Parkstein.

Die jungen Leute absolvieren ein anspruchsvolles Trainingsprogramm. Unter Leitung von Johannes Beierl und Ausbilder Maximilian Bär mussten Michael Melchner und Toni Beierl (Rogers) sowie Robin Günther und Marius Zimmermann (Tesa) im Eschenbacher Ausbildungszentrum auf dem Niveau der Deutschen Meisterschaft eine module Produktionsstation aufbauen und programmieren, und zwar mit Zeitlimit. Zum Szenario gehörte auch die direkte Auslieferung der Automaten an den Spezialkunden.

Für Ausbildungsleiter Johannes Beierl ist der interne Wettkampf eine wertvolle Standortbestimmung. Selbstbewusst behaupten auch die jungen Akteure: „Wir sind gut drauf.“

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