28.04.2021 - 17:20 Uhr
EschenbachOberpfalz

Markus-Gottwalt-Schule Eschenbach: Eingangstür eine schwere Hürde auf dem Weg zum Unterricht

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Sie ist alt, schwer und hat ihre Macken, die Eingangstür der Markus-Gottwalt-Schule Eschenbach. "Es kann jederzeit etwas passieren", sagt der Schulleiter. Und nicht nur er.

Erstklässlerin Leni muss viel Kraft aufwenden, um die schwere und gefährliche Eingangstür der Markus-Gottwalt-Schule aufzuziehen.
von Anita Reichenberger Kontakt Profil

Von allem Inventar der Markus-Gottwalt-Schule (MGS) wird sie am meisten genutzt: Schüler und Lehrer müssen an jedem Unterrichtstag mindestens zwei Mal durch die Haupteingangstür. Aber auch die Angestellten, Besucher und Eltern müssen sie passieren, um in die Bildungseinrichtung zu gelangen.

"Das muss schnell gehen mit der Haustür", stellt Schulleiter Wolfgang Bodensteiner deshalb die Dringlichkeit eines Austausches klar: "Das duldet keinen Aufschub mehr." Es bestehe die Gefahr von Verletzungen – "gerade für die Finger". Bisher sei "zum Glück" alles gut gegangen. Aber: "Es kann jederzeit etwas passieren."

In der April-Sitzung des Stadtrats hatte Thomas Ott für die SPD-Fraktion deren Antrag auf Modernisierung der Schule ausführlich begründet. Dabei hatte er die Haupteingangstür im Altbau als "Gefahrenstelle" bezeichnet. Denn diese sei "in die Jahre gekommen", erläutert er nun auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien. Er schätzt, dass die Tür "20 bis 30 Jahre auf dem Buckel" hat. Im Laufe der Zeit habe sie sich verzogen, außerdem funktionierten Schließbügel und -feder "recht streng": "Manchmal fällt sie langsam zu, manchmal schnell und laut – je nach Sonneneinstrahlung", berichtet Ott, der selbst dem Lehrerkollegium der MGS angehört.

"Zum Glück ist noch nichts passiert."

Schulleiter Wolfgang Bodensteiner

Schulleiter Wolfgang Bodensteiner

Aber die Tür schnappe nicht nur "zu schnell zu", merkt Schulleiter Wolfgang Bodensteiner an: Sie gehe auch "sehr schwer auf", was er unter anderem auf das Material – Aluminium mit Glaseinsatz – zurückführt. Bisher sei es dem Hausmeister stets gelungen, die Eingangstür durch Einstellen "notdürftig" zu reparieren. Doch nun sei auch das ausgereizt.

Für die größeren Schüler sei das Aufmachen der schweren Eingangstür zu Unterrichtsbeginn und -ende "kein Problem", für kleinere Schüler – etwa sechsjährige Erstklässler – dagegen schon, macht Bodensteiner deutlich und spricht von einem "großen Gefahrenpunkt". Es liege ihm "sehr am Herzen", dass der Mangel baldmöglichst beseitigt werde: "je früher, desto besser".

Unterstützung dafür kommt aus dem Kollegium, wo die Angelegenheit ebenfalls schon länger bekannt ist: "Das ist das dringendste Problem", pflichtet Thomas Ott dem Schulleiter bei. Ziel sei ein "vorausschauender" Austausch, bevor ein Unfall passiere.

"Manchmal fällt sie langsam zu, manchmal schnell und laut – je nach Sonneneinstrahlung."

SPD-Fraktionssprecher und Lehrer Thomas Ott

SPD-Fraktionssprecher und Lehrer Thomas Ott

Beide sind deshalb aktiv geworden: Während der SPD-Fraktionssprecher die Modernisierung der Bildungseinrichtung im Stadtrat zum Thema gemacht hat, hat Wolfgang Bodensteiner Bürgermeister Marcus Gradl die Problematik bei einer Ortsbesichtigung vor Augen geführt. Und er hat ihn dabei auf weitere "Schwachstellen", etwa die schlecht schließenden Fenster im Altbau, aufmerksam gemacht.

Auch bei Gradls Vorgänger Peter Lehr sei die Schultüre bereits Thema gewesen, berichtet Ott. Kommunalwahl 2020 und Verwaltungsapparat – "das dauert halt manchmal" – hätten allerdings für eine Verzögerung gesorgt.

Doch nun tut sich was: Der Bürgermeister habe bei dem Ortstermin nicht nur zugesagt, dass das Schulgebäude saniert, sondern auch, "dass die Tür in Bälde repariert wird", informiert Bodensteiner. Zwischenzeitlich hätten mehrere Handwerker Maß genommen und es lägen Angebote vor.

"Der Austausch ist in die Wege geleitet", freut sich auch Thomas Ott. Vergeben ist der Auftrag jedoch noch nicht: „Das muss der Stadtrat in der nächsten Sitzung erst beschließen.“

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Hintergrund:

Die Markus-Gottwalt-Schule

  • 270 Schüler in den Jahrgangsstufen 1 bis 10.
  • Stammkollegium aus 22 Lehrkräften plus weitere Lehrer, die an mehreren Schulen tätig sind.
  • Jugendsozialarbeit an der Grund- und Mittelschule durch Maria Rübe-Hitzinger: "unverzichtbar für unsere Arbeit", so Schulleiter Wolfgang Bodensteiner.
  • Weiteres Personal: fünf Mitarbeiter in der Offenen Ganztagsschule (OGS), Verwaltungskraft, Hausmeister, Reinigungskräfte. (rca)

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