04.11.2020 - 12:40 Uhr
EschenbachOberpfalz

Markus-Gottwalt-Schule: Unterricht im Schwesternwohnheim und Feuerwehrhaus

Corona macht’s erforderlich. Ab 9. November werden Schüler der Eschenbacher Markus-Gottwalt-Schule auch im ehemaligen Speisesaal des Schwesternwohnheimes und im Unterrichtsraum der Feuerwehr unterrichtet.

Die Schüler der M 10 sehen im "Klassenzimmer Turnhalle" keine Nachteile. Sie halten mehr Platz und eigenen Tisch als "viel besser", bezeichnen die Verständigung jedoch als "nicht immer optimal".
von Walther HermannProfil

Unter Beibehaltung der geltenden Abstandsregeln sind die Raum-Möglichkeiten der Grund- und Mittelschule erschöpft. Dazu nimmt Rektor Wolfgang Bodensteiner in einer Information an die Eltern Stellung und erklärt: „Nach Maßgabe aus München sind wir gehalten, in Abstimmung mit dem Sachaufwandsträger geeignete Lokalitäten für den Unterricht ausfindig zu machen, die die gleichzeitige Beschulung eines ganzen Klassenverbandes erlauben.“ Er zeigt sich erfreut, gemeinsam mit Bürgermeister Marcus Gradl im Stadtgebiet fündig geworden zu sein.

Nach den Herbstferien kündigt er „täglichen Unterricht im gesamten Klassenverband“ für die Übertrittsklasse von Karin Kumpf und aller Viertklässler von Martin Schmid sowie der zweiten Klasse von Christine Schreml an. Die vierte Klasse von Karin Kumpf wird weitgehend nach Stundenplan im Speisesaal des ehemaligen Schwesternwohnheimes unterrichtet. Zum Fachunterricht in Religion beziehungsweise Ethik gehen die Schüler am Dienstag und Freitag mit dem Lehrer ins „Mutterhaus“. Der Unterricht beginnt und endet an jedem Tag an der neuen Adresse. Dort ist täglich ab 7.40 Uhr eine Aufsicht. Am ersten Schultag nach den Ferien treffen sich jedoch alle Kinder der vierten Klasse noch in der MGS-Aula. Von Karin Kumpf und Wolfgang Bodensteiner werden sie zu ihrem neuen Klassenzimmer geführt. Da in der vierten Klasse ein häufigerer Lehrerwechsel stattfindet, ist dem Rektor die Nähe des vorübergehenden Unterrichtsraums zur MGS „absolut notwendig“.

Die Kinder der Kombiklasse 3/4 treffen sich am 9. November in den bekannten Räumen von Martin Schmid und Karin Josko. „Die dritte Jahrgangsstufe wird weiterhin im täglichen Wechsel beschult“, informiert Bodensteiner.

Ein neues Zuhause findet die zweite Klasse von Christine Schreml im Unterrichtsraum der Feuerwehr am Friedhofsweg. Auch für diese Kinder findet der Unterricht weitgehend nach Stundenplan statt. Zum Unterricht in Werken und Gestalten am Montag sowie in Religion beziehungsweise Ethik am Dienstag setzt die Stadt einen Bus zur MGS ein, an der der Unterricht an diesen Tagen auch endet. An allen übrigen Tagen endet der Unterricht im Feuerwehrhaus, in dem er auch täglich beginnt. Die Aufsicht hat ab 7.40 Uhr Christine Schreml. Bodensteiner verweist darauf, dass Eltern, die ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen, nicht die unmittelbare Zufahrt zur Feuerwehr benutzen dürfen. Zum Aus- und Einsteigen steht der Parkplatz zur Verfügung. Die Kinder der Offenen Ganztagsschule werden von einer Aufsichtsperson zur Schule begleitet.

Die Turnhalle bleibt für den Sport weiterhin gesperrt und wird als Unterrichtsraum genutzt. Es findet auch kein Schwimmunterricht statt. „Der Sportunterricht am Vormittag wird daher durch die Beschulung in den Kernfächern ersetzt“, versichert Bodensteiner.

In Zeiten von Covid-19 mit zahleichen Einschränkungen liegt es der MGS besonders am Herzen, die Abschlussklassen optimal auf den Qualifizierenden Mittelschulabschluss und auf die Mittlere Reife vorzubereiten. Rektor Bodensteiner hat dafür Rahmenbedingungen geschaffen, damit die Klassen M 9 und M 10 in voller Klassenstärke an der Schule verbleiben und weitgehend nach ihrem gewohnten Stundenplan unterrichtet werden können. Die beiden Klassen sind daher in größere Räume umgezogen. Für die M 10 wurde die Sporthalle zum Unterrichtsraum. Durch den Einsatz eines mobilen Medienwagens können dort auch digitale Inhalte in den Unterricht integriert werden. Die Klasse von Nicole Gleißner beteiligt sich beispielsweise an einem digitalen „Poetry Slam“, dem Wettbewerb des Jugendforums „Neustadt lebt Demokratie“.

Die Frage nach der Ausgliederung weiterer Klassen ist für den Rektor von mehreren Dingen abhängig. Er kann sie daher noch nicht abschließend beantworten: „Dabei geht es nicht nur darum, geeignete Lokalitäten zu finden, sondern auch um die Notwendigkeit, den in allen Jahrgangsstufen nötigen Lehrerwechsel in Einklang mit dem Stundenplan zu bringen.“ Unter der Voraussetzung, dass die Warnstufe drei auch nach den Ferien für Eschenbach noch Bestand hat, wird der bisherige Wechselunterricht für die dritten Klassen sowie für die Jahrgangsstufen fünf bis acht auch nach den Ferien fortgeführt, wobei am 9. November die Gruppe B beginnt.

Schule mit Alleinstellungsmerkmal

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