23.07.2019 - 09:56 Uhr
EschenbachOberpfalz

Das Nachbarland Polen kennenlernen

Sätze wie „Jak masz na imie“ (Wie ist dein Name?) halten Einzug in der Eschenbacher Wirtschaftsschule. Anlass ist der Besuch von Mitarbeitern des Deutschen Polen-Instituts Darmstadt.

Matthias Kneip nimmt die Schüler mit auf eine Reise durch Europa.
von Walther HermannProfil

Barbara Kaczocha und Matthias Kneip war daran gelegen, den Siebtklässlern der Wirtschaftsschule das Nachbarland Polen näher zu bringen. Der Besuch erinnerte zugleich an ein bedeutendes Schulereignis vor zehn Jahren. Am 15. Mai 2009 unterzeichneten die Schulleiterinnen Annemarie Metz und Elzbiete Krajewska zum Abschluss eines einwöchigen Schüleraustauschs bei einem Festakt eine zweisprachig gehaltene Urkunde, mit der die Partnerschaft zwischen der Wirtschaftsschule Eschenbach und dem Gymnasium Nowy Wisnicz (NW) besiegelt wurde. Kazcocha und Kneip waren nun mit Alexandrina Pirkl, der örtlichen Mitarbeiterin am Projekt Polen, bestrebt, die Schüler „warm“ zu machen für weitere binationale Maßnahmen diesseits und jenseits von Oder und Neiße.

Die Gäste mit polnischen Wurzeln stellten sich mit ihrer beeindruckenden Vita vor und banden die Schüler in eine Fragerunde ein, die mit Namen von Sportlern wie Lewandowski, Podolski oder Spoch, aber auch wie Fryderiyk Chopin, Marie Curie und Papst Johannes Paul II. endete. Der Lobgesang Kneips auf das nahe Krakau, das zu den fünf schönsten Städten Europas zählt, weckte bei den Schülern Reiselust.

Da das Reisen Geographiekenntnisse voraussetzt, hatte Kneip für die Schüler ein Tuch vorbereitet, auf dem die deutschen Bundesländer, die polnischen Woiwodschaften und die internationalen Kennzeichen der Nachbarstaaten markiert waren. Die Jugendlichen sollten alles richtig zuordnen. Informationen über Landeskunde, Sprache, Kultur und Geschichte folgten. Als Rüstzeug erhielten die Schüler ein Heft mit bebildertem Lesestoff.

Info:

Deutsch-polnische Freundschaft

Die deutsch-polnischen Kontakte der Wirtschaftsschule reichen zurück ins Jahr 2001. Sie begannen mit dem vom Europejske Centrum Lodz unterstützten Besuch von polnischen Lehrkräften und Schülern, dem Gegenbesuch 2002 und dem mit EU-Mitteln geförderten Unterrichtsbesuch eines Sprachassistenten aus Polen im Jahr 2003.

Sprach sich Bozena Glab 2007 für „ein dauerhaftes Beibehalten des Schüleraustauschs“ aus, erhielten 2008 in Nowy Wisnicz Oberstudienrätin Margareta Reim und Studiendirektor Erhard Lippert den „Oscar“ des polnischen Gymnasiums in der Sonderkategorie „Freunde der Schule“ verliehen.

Es folgten sportliche Jahre: 2015 eine Sportveranstaltung beim SV Krakau, 2016 Klettern am Eschenbacher Wipfelpfad und 2017 Abstieg ins Salzbergwerk Bochnia. Im Oktober 2018 begleiteten die Eschenbacher Gastgeber ihre Besucher unter anderem nach Nürnberg, der Partnerstadt Krakaus. Bei ihren Begegnungen haben die Schüler stets ein vom deutsch-polnischen Jugendwerk vorgegebenes Projekt zu bearbeiten, wie zum Beispiel: „Die Fremdsprache – ein Schlüssel für Europa“, „Mein Heimatland – dein Urlaubsland“ oder „Musik und Tanz in unserer Heimat“.

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