21.02.2020 - 17:37 Uhr
EschenbachOberpfalz

"Neue Erfahrungen machen": Vernissage in Eschenbach

Das ehemalige Kaufhaus Hild dürfte vielen Eschenbachern bekannt sein. Seit geraumer Zeit steht es leer, doch am 29. Februar soll wieder Leben einkehren. Besitzer Matthias Hild organisiert eine Vernissage mit sieben Künstlern.

Das ehemalige Kaufhaus Hild steht leer. Nun soll mit einer Vernissage wieder Leben einkehren. Bereits jetzt hängen einige Bilder von Künstler Thomas Buchmann im Schaufenster.
von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

Matthias Hild will die Eschenbacher aus der Reserve locken. Deswegen werden sieben Künstler am Samstag, 29. Februar, ab 19 Uhr bei einer Vernissage im ehemaligen Kaufhaus Hild am Marienplatz ihre Bilder ausstellen. Hild, ein gebürtiger Eschenbacher, arbeitet inzwischen als Coach in Nürnberg. Dort berät er Einzelpersonen, aber auch Unternehmen. "Ich will, dass die Leute neue Erfahrungen machen. Dafür könnten die Bilder sorgen. Grundidee der Veranstaltung ist die Begegnung mit der Kunst", erklärt er. Angekündigt hat sich daher auch eine bunte Mischung aus Künstlern.

"Wir haben beispielsweise Benedikt Meißner, der seine Bilder sprayt oder Carola Wittmann, die einen eher esoterischen Ansatz verfolgt. Auch Johannes Janner und Thomas Buchmann werden ausstellen. Zudem haben wir auch einige Skulpturen, die wir aufstellen werden", verrät Matthias Hild. Drei bis vier Bilder wird jeder Künstler auf den 160 Quadratmetern präsentieren. Der Ausstellungsort ist natürlich nicht zufällig das ehemalige Kaufhaus. "Es geht darum, etwas Leben in einen Leerstand zu bringen. Bevor etwas leer steht, teile ich es lieber", erklärt der Veranstalter. Das Gebäude gehört ihm. 60 Jahre lang war darin ein Bekleidungsgeschäft beheimatet, in dem es Stoffe, Knöpfe, Klamotten und Nähutensilien gab. Hilds Familie stammt aus dem Sudetenland und ließ sich nach der Flucht in Eschenbach nieder. Bis 2004 gab es den Laden. Danach war er immer wieder mal vermietet, steht nun aber seit geraumer Zeit leer.

Hild beschäftigt sich als Coach beruflich unter anderem mit sogenannten "New-Work"-Konzepten und berät Unternehmen dabei, wie sie den Arbeitsplatz für ihre Mitarbeiter angenehmer gestalten können. Auch daraus zog er die Idee für eine Vernissage.

"Ich hoffe, durch die Bilder bei den Besuchern auch Emotionen zu wecken. Ich bin aber auch zufrieden, wenn die Gäste sich an dem Abend einfach wohlfühlen", sagt Hild. Zum Wohlfühlfaktor sollen auch eine Weinprobe und ein Essensverkauf beitragen. Auch ausgestellte Bilder können erworben werden. Mitorganisiert wird der Abend von Marcus Gradl und der CSU Eschenbach. Ein Teil des Erlöses wird an soziale Einrichtungen fließen. Für weitere Veranstaltungen im ehemaligen Kaufhaus zeigt sich Hild jetzt schon offen: "So lange es leer steht, warum nicht. Wir werden auch einige Bilder hängen lassen." Der 44-Jährige könnte sich in Zukunft auch Abende mit verschiedenen Verkostungen vorstellen, zum Beispiel Bier, Gin oder Wein. Er will den Eschenbachern etwas Neues bieten und sie aus ihrer Komfortzone holen.

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