20.12.2018 - 16:05 Uhr
EschenbachOberpfalz

"Oase des Verschnaufens"

Der Adventszeit wieder Sinn geben: Dieser Aufruf zieht sich einem roten Faden gleich durch die Adventsfeier des Seniorenclubs. Und deshalb lässt das Programm des gemütlichen Nachmittags einen Weg der Besinnung und der Ruhe erkennen.

Stubnmusi und Geschichten, Nikolausbesuch und Grußworte, Plätzchen und Gespräche: Bei der Adventsfeier im Kleintierzüchterheim gibt es für die Mitglieder des Seniorenclubs viel zu hören und zu genießen.
von Walther HermannProfil

Das Kleintierzüchterheim wird zunehmend zum Domizil von Katholischem Frauenbund und Seniorenclub. Zu dessen vorweihnachtlicher Feier übte das Gebäude unmittelbar am Stadtwald offensichtlich ganz besondere Anziehungskraft aus: auch auf dritten Bürgermeister Klaus Lehl, Stadtverbandsvorsitzenden Dieter Kies, Pfarrer Thomas Jeschner, Pfarrvikar Chinedu Paul Ezenwa, Ruhestandspfarrer Helmut Süß, Gemeindeassistentin Eva-Maria Frohmann und Brigitte Metzner, die Sprecherin des Pfarrgemeinderats.

Sie alle waren sich mit Maria Förster, der Leiterin des Seniorenclubs, einig, dass die Adventszeit die Menschen eigentlich zur Ruhe kommen lassen sollte, doch so voller Hektik und Lichter ist, "dass wir das eine Licht fast gar nicht mehr wahrnehmen und auf dem Weg zur Krippe oft auf Irrwege geführt werden". Trotz der "Ratschfreude" der munteren Gesellschaft erfuhren zum Einstieg die Textbeiträge des Clubteams und eine Geschichte von den Philippinen große Aufmerksamkeit.

Pfarrer Thomas Jeschner rief auf zu einer besinnlichen Vorbereitung auf das Hochfest und zu einem Rückblick auf Erlebnisse des vergangenen Jahres. Im Lächeln der Senioren und Maria Försters erkannte er den Dank beider Seiten für die gelungene Veranstaltung. Mit der Übergabe von Weihnachtskugeln der Pfarrei dankte er dem Seniorenteam für dessen Einsatz während des Jahres. Auch Klaus Lehl sah in der Adventsfeier eine Gelegenheit zum Rückblick auf das abgelaufene Clubjahr, aber auch auf Höhen und Tiefen im privaten Bereich. Der dritte Bürgermeister rief dazu auf, die schönen Erinnerungen ins neue Jahr mitzunehmen und das Leben zu genießen und wertvoll zu gestalten. Im Seniorenclub sah er eine "Oase des Verschnaufens" und des Wohlfühlens und übergab als Dank und Anerkennung für die Clubarbeit eine Spende.

Bevor sich Dieter Kies für den Stadtverband diesem Beispiel anschloss und einen "Ratschtaler" rollen ließ, lenkte er seine Gedanken gen Weihnachten und wies auf immaterielle Werte hin. Er leitete daraus die Erkenntnis ab, "wie leer doch unser Dasein ohne Freude und ohne das Gefühl wäre, Sinnvolles zu tun, ohne menschliche Nähe und gegenseitige Unterstützung". Was zähle - privat wie in der Stadt -, seien Gemeinschaft und Zusammenhalt, gab er den Senioren mit auf den Weg.

Kaum war eines der zahlreichen Weihnachtslieder gesungen, meldete sich "St. Nikolaus herab vom hohen Himmelshaus" mit dem Auftrag, die "Leute hier kräftig zu loben". Er hatte offensichtlich während des Jahres einen guten Beobachterplatz inne gehabt. Denn mit viel Detailkenntnis ließ er das Clubgeschehen in Versform Revue passieren: vom Indienvortrag Georg Bayerls über die Faschingsfeier, die 40-Jahr-Feier sowie die Besuche des Heimatmuseums Erbendorf, von einem Kuhstall-Cafés und vom Taubnschuster-Museum bis hin zum Grill- und zum Herbstfest. Förster dankte dem Himmelsboten mit einer Spende für eine "Verpflegungspause auf Wolke sieben". Doch dieser will das Briefchen während seines "Rückflugs" über Zubza im indischen Nagaland abwerfen.

Und wieder erfüllten Stubnmusi-Klänge das Züchterheim. Helmut Hollmer zeigte sich stolz darüber, mit seinem Trio das Adventsgeschehen beim Seniorenclub seit zehn Jahren begleiten zu dürfen. Beiträge über Weihnachten im Wandel der Zeit und über den "Albtraum Christbaumkauf" regten zum Nachdenken und Schmunzeln an. Nach der Gratulation von sechs Geburtstagskindern der vergangenen Wochen dankte Maria Förster ihren Mitarbeiterinnen mit Blumen-Präsenten für die tatkräftige Mitarbeit. Deren "Revanche" ließ nicht lange auf sich warten.

Mit "staaden Weisen" stimmt die Stubnmusi auf das Weihnachtsfest ein. Der heilige Nikolaus erstattet einen poetenhaften Jahresbericht.
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