Eschenbach
21.07.2022 - 13:41 Uhr

Oberpfälzer Liebeserklärungen bringen Taubnschusterhof in Stimmung

Der Taubnschusterhof wurde für mehr als zwei Stunden zur Gesangs- und Mundartbühne. Hubert Treml und sein Partner Franz Schuier setzten mit "Du kannst mi gern hom" auf ihre ganz individuelle Art Akzente, brillierten mit schier unerschöpflichem Vokabular und nahmen das Publikum mit köstlichen Laut- und Wortspielereien mit auf eine Reise in die Welt des Oberpfälzer Dialekts.

Der Heimatverein landete mit dem Duo aus Regensburg einen Volltreffer und brachte den begeisterten Besuchern aus der Region einen stimmungsvollen Abend, der erst nach einer Zugabe mit stehenden Ovationen endete.

Von Beginn an zeigte sich Treml bühnensouverän, verstand es mit Wortwitz seine Zuhörer zu fesseln und offenbarte Entertainer-Fähigkeiten. Die zurückhaltenden besonderen Liebesbekundungen der Oberpfälzer Männer bildeten an diesem Abend das Kernthema Tremls. Er öffnete den "Vorhang" der Taubnschusterbühne mit einem "Lückenfüllerliedl", in dem es hieß: "Es woar letzts Joar im Monat Mai, dou worn mia alle af der Frei, dou bleibt mir halt mei Goschn zou, wenn i mei Liab bekundn mou."

Seine gesanglichen Ergüsse ergänzte Treml mit den teils verdeckten Liebesbekundungen der Oberpfälzer, die er in einem kleinen Buch zusammengefasst hatte. Zu seinen gesammelten Liebeserklärungen gehörten Zitate wie: "Passt scho", "I moch die ... wia d Sau", "du taugst ma" und als Steigerung "Du taugst ma ins Kraut".

Nach variantenreichen Liebeserklärungen wandte sich der Liedermacher mit "Etza pack mas", "I bin schwanger" oder "Schein loua kinna ma uns ja imma nu" dem "Kapitel Heiratsantrag" zu und stimmte rhythmisch an: "I bin ganz nasch af oine as Pfaffarath mit selwergmachte Erdbeermamalad". Das froh gelaunte Publikum ging mit und wurde mit "Er bringt sein Oasch nimma houch" schließlich zum stimmgewaltigen Chor.

 
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