14.01.2020 - 11:42 Uhr
EschenbachOberpfalz

Protokolle sind seine Spezialität

Jährlich einmal hat der Schriftührer eines Vereins seinen großen Auftritt: Er muss das Protokoll der Hauptversammlung des vergangenen Jahres verlesen. Rudolf Danzer macht dieses in der Satzung verankerte Prozedere seit 30 Jahren mit.

Ein Brotzeitkörberl für den Frohsinn-„Protokoller und -Ersatzbriefträger“ Rudolf Danzer und ein Blumenstrauß für Ehefrau Sieglinde (Zweiter und Dritte von links) waren der Dank von Vorsitzendem Erwin Dromann (links) und seinem "Vize" Fritz Gradl (rechts) für ihre Mitarbeit im „Frohsinn“.
von Georg PaulusProfil

„Herr Rudolf Danzer ist als 19-Jähriger Mitglied der Gesellschaft 'Frohsinn' geworden, damit seit 58 Jahren Mitglied.“ Mit diesem Satz begann Vorsitzender Erwin Dromann seine Laudatio für den Protokollführer, der am 6. Januar 1990 unter dem damaligen Präsidenten Baptist Groß als Nachfolger von Lambert Krieglstein, der sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben konnte, zum Schriftführer der Gesellschaft „Frohsinn“ gewählt wurde.

„Seit 30 Jahren übst Du nun dieses Amt aus“, betonte Dromann und listete auf, was Danzer für den Verein alles geleistet hat. Zum Beispiel: „über 260 Protokollseiten geschrieben, anfangs noch in das Protokollbuch von 1880." Dieses werde nun digitalisiert und damit gewährleistet, dass die wichtigen Protokolle auch den Nachkommen erhalten bleiben. "Außerdem wurden mehr als 6750 Geburtstagskarten für Mitglieder von Dir geschrieben, zum Teil selber zugestellt und dadurch der Gesellschaft 'Frohsinn' Portokosten erspart“, informierte der Präsident.

Seit 2010 habe Rudi Danzer daneben mehr als 150 neue Mitglieder für den „Frohsinn“ geworben. Er habe damit einen großen Beitrag dazu geleistet, "dass wir mit 520 Mitgliedern einer der größten Vereine der Stadt geworden sind", hob Dromann hervor. "Bei allen Veranstaltungen war der Rudi bis zu dem schrecklichen Unfall, an dessen Folgen er leider immer noch leidet, stets zur Stelle."

Seit 19 Jahren dürfe er nun, zunächst als stellvertretender Vorsitzender, seit neun Jahren nun als Vorsitzender, mit Rudolf Danzer zusammenarbeiten. „Ich muss Dir sagen, es waren schöne Jahre. Dein jahrzehntelanges Engagement für die Gesellschaft 'Frohsinn' hat uns Respekt und Hochachtung abverlangt“, erklärte der Präsident und erinnerte daran, dass er Rudolf Danzer für seine Verdienste für den Verein schon beim Familienfest 2011 zum Ehrenmitglied ernannt hatte. „Ich wünsche mir, dass ich noch viele Jahre mit Dir an der Seite unsere Gesellschaft leiten kann.“

Zu einem erfolgreichen Mann gehöre auch immer eine verständnisvolle Frau, merkte Dromann dann ann und bedankte sich bei Sieglinde Danzer. „Du warst Rudi eine sehr große Stütze, besonders in den vergangenen Jahren nach dem Unfall." Auch im Namen des Vorstands dankte der Vorsitzende ihr mit einem "herzlichen Vergelt's Gott" und überreichte einen Blumenstrauß.

Beifall erntete auch stellvertretender „Frohsinn“-Vorsitzender Fritz Gradl, der Danzer ebenfalls für seinen Einsatz und dessen Ehefrau für die Unterstützung dankte. Auch er hatte Blumen dabei. Damit bedankte er sich bei Brigitte Dromann, die ihren Erwin oft entbehren und ihm oft den Rücken frei halten müsse für die Arbeit im „Frohsinn“.

Charmant überreicht "Frohsinn“-Vizevorsitzender Fritz Gradl an Brigitte Dromann als Dank für die Unterstützung ihres Ehemannes Erwin bei seiner Arbeit im Dienst für den Eschenbacher Geselligkeitsverein und ihrer eigenen vielfachen Tätigkeit beim Vorbereiten der Vereinsfeste einen Blumenstrauß.
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