12.10.2020 - 13:47 Uhr
EschenbachOberpfalz

SCE-Judoka beenden Corona-Pause

Nach den Fußballern beginnt auch die Judoabteilung des SC Eschenbach nach der Corona-Pause wieder mit dem Training. Jeden Mittwochabend tummeln sich die Sportler in der Turnhalle der Markus-Gottwalt-Schule.

In festen Trainingsgruppen ist auch Körperkontakt erlaubt.
von Walther HermannProfil

Durch die Corona-bedingten Einschränkungen musste auch die Judoabteilung im Frühjahr mit dem Training aussetzen. Nur von zu Hause aus konnten die Mitglieder mit über Whatsapp verschickten Trainingsplänen üben und das Gelernte wiederholen.

Für eine Sportart wie Judo, die vom gemeinsamen Training mit einem Partner lebt, waren die Einschränkungen besonders hart. Würfe und Festhalter mit eineinhalb Metern Abstand zu trainieren war unmöglich. Im Juni aber gab es den ersten Hoffnungsschimmer: Training im Außenbereich wurde wieder erlaubt, allerdings ohne Körperkontakt. Also stellte Trainerin Susanne Schubert, unterstützt von Larry Querfurth, ein improvisiertes Programm auf die Beine, damit sich die Sportler trotzdem gemeinsam fit halten konnten.

Auf dem Sportplatz des Gymnasiums trafen sich die Judoka zu Spielen, Kraft- und Dehnübungen sowie Judo-Vorübungen ohne Partner. Hütchen sorgten für den nötigen Abstand zwischen den Athleten, die sich alle vor Trainingsbeginn die Hände desinfizieren mussten.

Trotz aller Einschränkungen wurde das Programm insbesondere von den Jüngeren gut angenommen. Da nicht einmal in der Schule Sport erlaubt war, bot das Training eine willkommene Gelegenheit, sich zu bewegen und auszutoben.

Mitte September schließlich wurden die Turnhallen mit der Erlaubnis der Stadt Eschenbach wieder geöffnet. Um wieder „richtig“ trainieren zu können, legte die Judoabteilung ein Hygienekonzept vor. Dazu gehört es unter anderem, die Halle vor und nach dem Training zu lüften sowie die Matten zu desinfizieren. Corona-Beauftragter Reinhold Schubert und Abteilungsleiterin Sandra Querfurth überwachen die Einhaltung der Regeln und passen das Konzept bei Änderungen der Vorschriften an.

Die Judoka genießen es währenddessen, endlich wieder fast „normal“ im weißen Judoanzug auf der Matte trainieren zu können. Wegen der Gefahr einer Infektion mit Corona müssen feste Trainingsgruppen gebildet werden, und auch die Wahl der Trainingspartner ist beschränkt.

Nach einem Aufwärmspiel stehen Fallübungen auf dem Programm. Diese müssen auch nach der langen Pause "sitzen", damit sich bei den Würfen niemand verletzt. Dann sucht sich normalerweise jeder Judoka einen Trainingspartner. Beide verbeugen sich voreinander, ein Zeichen von Respekt und Fairness. Denn zum Judo gehört es neben körperlichen Übungen auch, Mut, Disziplin und gegenseitige Wertschätzung zu lernen.

Dann geht es auf der Matte zur Sache. Die Athleten versuchen, sich gegenseitig zu werfen und auf dem Boden festzuhalten. Sie üben neue Techniken für Gürtelprüfungen ein oder messen sich im Übungskampf, der auf Turniere vorbereitet. Zum Training gehören auch Kraft-, Ausdauer- und Koordinationsübungen.

Beim Judo kommt der ganze Körper zum Einsatz. Dabei geht der Spaß an der Sache aber nie verloren: Oft lachen die Kämpfer miteinander. Besonders nach der langen Pause freuen sich alle darüber, wieder gemeinsam auf der Matte stehen zu können.

Das Trainerteam um die Familien Querfurth und Schubert heißt neben den bekannten Gesichtern alle neuen Interessierten herzlich willkommen, die ins Training "hineinschnuppern" wollen. Die Kindergruppe trainiert mittwochs von 17.30 bis 18.30 Uhr, die Erwachsenen und Fortgeschrittenen üben im Anschluss. Interessierte werden gebeten, in langärmliger Sportkleidung zu erscheinen und – wegen Corona – idealerweise mit einem Partner sowie ein Getränk mitzubringen. Die Zahl der Neulinge ist auf zehn beschränkt.

Nähere Informationen erhalten sie unter www.sceschenbach.de/sparten/judo oder bei Familie Querfurth, Telefon 09645/1207, E-Mail squerfurt[at]t-online[dot]de. Auf der Homepage sind auch die jeweils aktuellen Trainingszeiten zu finden, falls sich kurzfristig Änderungen ergeben sollten.

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