28.07.2021 - 12:06 Uhr
EschenbachOberpfalz

Schäferhundeverein Eschenbach: Dem Hund auf den Zahn fühlen

Helmut Buß, Vizepräsident des Deutschen Schäferhundeverbandes, Bürgermeister Marcus Gradl und Ortsvorsitzender Michel Siegler (von links) gesellen sich zu den Hunden "Erta de Casa Myco", "Xanadu von Aurelius" und "Princesse du Domaine du Parc" (von links).
von Walther HermannProfil

Erneut war der Eschenbacher Schäferhundeverein Gastgeber für ein internationales Publikum. Das Zitat des Dichters Johann Gottfried Herder wurde dabei zum Kriterium der Hundeschau: „Schätze den Hund nicht nach den Haaren, sondern nach den Zähnen.“

Vornehme Namen wie „Hannibal Squadra Silvalacus“, „Princess du Domaine du Parc“, „Goldie von der Karl-May-Höhle“ oder „Nirvana du Val D’Anzin“ gaben sich in der Rußweiherstadt die Ehre. Anlass war die Landesgruppenzuchtschau des Verbandes für Deutsche Schäferhunde auf dem Gelände des örtlichen Vereins. Von den 127 gemeldeten Teilnehmern stellten sich 115 vier renommierten Wertungsrichtern. Einer der Hundefreunde aus den USA musste die Teilnahme absagen, weil ihm von der Lufthansa das Betreten der Maschine mit Hund untersagt worden war.

Das Übungsgelände des Schäferhundevereins Eschenbach geniest seit Jahren Wohlwollen und Interesse internationaler Hundefreunde. Neben Hundehaltern aus Deutschland enthielt die Meldeliste Namen aus Dubai, Estland, Frankreich, Italien, Mazedonien, Österreich, Polen, Slowakei, Spanien, Tschechien, Ungarn und den USA. Eine geradezu babylonische Sprachenvielfalt vermittelte der Veranstaltung unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Marcus Gradl besonderes Flair. Es wurde jedoch geschmälert durch die Corona-Schutz-Vorgaben des Landratsamts, für deren konsequente Einhaltung Vorstand Michael Siegler und Schauleiter Manfred Kausler penibel sorgten. Dazu gehörten Einlasskontrolle, Impf-und Maskenpflicht und viel „Papierkram“.

Landesgruppenvorsitzender Marco Ossmann sah in der Landesgruppenzucht- und Nachwuchsschau die wichtigste Veranstaltung der Landesgruppe und ein „positives Aushängeschild für den Deutschen Schäferhund“. Sein Gruß galt den Zuchtrichtern Helmut Buß, Vizepräsident des SV aus der Landesgruppe Waterkant, Norbert Scharschmidt aus der Landesgruppe Westfalen, Torsten Kallenbach aus der Landesgruppe Thüringen und Landesgruppenzuchtwart Erich Bösl aus Schwandorf. Bösl hielt es in der heutigen Zeit sehr wichtig, zu zeigen, „wie durch artgerechte Haltung, Ausbildung und Zucht unser vierbeiniger Freund Helfer, Beschützer und Gesellschafter des Menschen sein kann“. Vorsitzender Michael Siegler freute es, „dass wir nach der langen Zeit der Pandemie wieder unseren geliebten Sport ausüben und mit einjähriger Verzögerung eine Veranstaltung dieser Größenordnung abhalten können“.

Prüfungskriterien in den 16 Klassen waren neben Gesamteindruck bei Lauf und Stand Anatomie, Körperbau, Ausstrahlung, Gangwerk, Ausdauer und Gebiss. Bei der Zahnschau musste das Scherengebiss gesund, kräftig und lückenlos sein. Um eine objektive Wertung zu gewährleisten, wurden die Tiere altermäßig eingeteilt und nach Rüden und Hündinnen getrennt. Zur Information der Hundeführer und Zuschauer wurde das Ergebnis der Beurteilung über Lautsprecher bekanntgegeben. Freude kam auf bei Bemerkungen wie: hohe Qualität, harmonisch aufgebaut, gute Vor- und ausgeprägte Hinterhand, ausdrucksstark, sehr überzeugendes kraftvolles Laufwerk und harmonische Gesamterscheinung. Die Teilnahme an dieser Zuchtschau war unter anderem Voraussetzung für die Teilnahme an der Bundessiegerschau im September in Nürnberg.

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