20.01.2019 - 15:28 Uhr
EschenbachOberpfalz

Schäferhundeverein: Zucht und Ordnung

Die Berichte der Funktionsträger haben bei den Jahreshauptversammlungen des Schäferhundevereins stets besonderen Stellenwert. Sie sind ein Nachweis über Zucht und Ausbildung der im Verein betreuten Hunde.

Kriterien für die Körung sind Maße, Gewicht, anatomischer Aufbau, Gebiss und Gesamtverhalten des Hundes.
von Walther HermannProfil

Bei fünf Züchtern hatte Tanja Gilch acht Würfe abgenommen. Die Zuchtwartin informierte die Versammlungsteilnehmer über die einzelnen Würfe, die bei drei bis zehn Welpen lagen. Von den Hündinnen mit wohlklingenden Namen wie "Shakira von der Römerhalde", "Hanka vom Trompetersprung" oder "Buffy vom Mount Cook" hatte Gilch insgesamt 29 Rüden und 26 Hündinnen in die Zuchtbücher eingetragen.

Bei der Körung, der Zuchttauglichkeitsprüfung, genügt aber nicht nur Schönheit. Denn beim Züchten gilt es, verantwortungsbewusst und zielstrebig an der Weiterentwicklung einer Hunderasse mitzuwirken. Die Ankörung wird stets auf die Dauer von zwei Jahren angelegt. Im zweiten Jahr der Körzeit muss der Hund zur Wiederankörung vorgestellt werden. Ist diese erfolgreich, gilt die Zuchttauglichkeit auf Lebenszeit. Gilch nannte die Namen von vier Hunden, die angekört wurden, und von zwei Hunden, die "lebenslänglich" erhalten hatten.

Überaus rege beteiligten sich die Vereinsmitglieder auch an Zuchtschauen innerhalb der Landesgruppe, aber auch in Österreich und in Italien. Die Zuchtwartin stellte acht Vereinsmitglieder vor, die mit zwölf Hunden bei insgesamt 22 Zuchtschauen vertreten waren, und wünschte eine glückliche Hand bei der Wahl künftiger Zuchtpartner.

Vier Vereinsmitglieder hatten die Tagung der Ausbildungswarte 2018 besucht. Übungswart Jürgen Schneider informierte über deren Tagungsprogramm, zu dem unter anderem die neue Prüfungsordnung 2019, Erste-Hilfe-Maßnahmen beim Hund und die Übungsleiterlizenz gehörten. "Erfolgreich verlief für vier SV-Mitglieder die dreiteilige Prüfung zum Erhalt der Ausbilderlizenz", berichtete er. Nach einem Rückblick auf die Ergebnisse der Prüfungsveranstaltung zum "Tag des Hundes" zählte Schneider zehn auswärtige Veranstaltungen auf, an denen sich sieben Mitglieder mit ihren Hunden erfolgreich den Ausdauer-, Begleithund- und Schutzhundprüfungen gestellt haben. Jana Borowitz gratulierte er zu den Leistungen ihrer "Itchy del Lupo Nero", die bei der Meisterschaft der Arge Oberpfalz in Waldmünchen den 2. Platz bei der anspruchsvollen Schutzhundprüfung (IPO) 3 belegt hat. Schneider, er war vor einem Jahr zum neuen Ausbildungswart gewählt worden und hatte seither an acht Helferschulungen teilgenommen, dankte auch Landwirten, Jägern und Grundbesitzern, die "bei Prüfungen viel Verständnis für unseren Hundesport gezeigt haben".

Sichtlich Freude an ihrem neuen Aufgabenbereich hat auch Stefanie Siegler. Die Jugendleiterin berichtete von Kinderfasching, Osterbasteln, Osternestsuche, Basteln von Beisswürstchen für die Landesgruppenzuchtschau, Herbstbasteln und Basteln für die Weihnachtsfeier. Für das neue Jahr lag ihr daran, den Gruppenraum und den Sand- und Spielbereich auf dem Vereinsgelände "auf Vordermann zu bringen und eventuell ein Zeltlager abzuhalten". Wichtig sind ihr natürlich auch die sportlichen Erfolge der Jugendlichen. Stolz zeigte sich Siegler über die erfolgreiche Teilnahme von Franziska Kühnel an der nordbayrischen Jugend- und Juniorenmeisterschaft, von der sie mit "Delia vom Gleisenauer Schloss" in der Gebrauchshundklasse Stockhaar mit dem "tollen Ergebnis von V3" (vorzüglich) zurückkehrte. Zu den weiteren Erfolgen zählte Siegler ein SG3 (sehr gut) mit zwei weiteren Hunden in der Jugendklasse und ein V2 in der Gebrauchshundeklasse Langhaar. Als Erfolgsmeldung sah Siegler auch die Prüfung von Nicole Lehner für den Sachkundenachweis, den sogenannten "Hundeführerschein".

Auch an sich selbst hatte Siegler hohe Ansprüche gestellt. Neben den Sitzungen des Eschenbacher Jugendforums nahm sie an Jugendwarttagung, Sachkunde- und Begleithundprüfung und Stützpunkttraining teil und erwarb die Lizenz zu Jugend- und Ausbildungswart. Sie bedankte sich zudem dafür, dass die "gebastelten Holzsachen unserer kleinen Spürnasen" bei der Weihnachtsfeier regen Zuspruch gefunden haben.

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