14.01.2020 - 12:06 Uhr
EschenbachOberpfalz

"Schatzkiste" voller Ziele

Er hat eine lange Tradition: Zu Jahresbeginn lädt der CSU-Ortsverband stets zum Neujahrsempfang. Rund 150 Besucher kommen und lauschen den Ansprachen der Hauptakteure. Doch auch der lockere Gedankenaustausch kommt nicht zu kurz.

Der traditionelle Neujahrsempfang der CSU Eschenbach ist seit über 40 Jahren ein Treffen, dass in lockerer Runde zu vertrauensbildenden Gesprächen anregt. CSU-Ortsvorsitzende Dr. Sabine Schultes (rechts) begrüßt die vielen Gäste aus der gesamten Region.
von Robert DotzauerProfil
Dem offiziellen Teil folgen anregende Unterhaltungen.
Zum Händeschütteln postiert sich die CSU-Riege schon am Eingang der Schulaula. Bezirkskaminkehrermeister Roland Galitzendörfer verteilt die Glückscents.
Symbolhaft präsentiert Bürgermeisterkandidat Marcus Gradl seine Kernziele "hinter Glas". Unter Verschluss hält er die "heiße Luft".

Der Treff war wie so oft ein Höhepunkt zum Auftakt des politisch-gesellschaftlichen Jahres in der Region. Für die Partei und für viele Bürger, die Geschäftswelt sowie für Vereins- und Behördenvertreter ist er stets ein besonderer Termin. Für zusätzliche delikate Momente sorgt diesmal die bevorstehende Kommunalwahl. Da kommen die Lokalmatadore nicht umhin, die Bedeutung dieser Wochen und Monate zu betonen.

Mit Blick auf die Kreistagswahl beschrieb Landrat Andreas Meier die Stimmung: „Es ging uns noch nie so gut wie heute“", sagte er und CSU-Bürgermeisterkandidat Marcus Gradl versprach, "Wir wollen anpacken, um den Stillstand zu beenden.“ Gleichzeitig warnte Gradl vor "heißer Luft" bei vielen Wahlversprechungen. Mit einer vollen Flasche „heißer Luft“ appellierte er symbolhaft an alle Wahlkämpfer: „Lasst die leeren Versprechungen in der Flasche.“ Eine "Schatzkiste" voller Kernziele half ihm, Gegenrezepte für ein blühendes Eschenbach und eine zukunftsfähige Region aufzuzeigen.

Doch zunächst war in der schmucken Aula der Markus-Gottwalt-Schule Händeschütteln angesagt. Die CSU-Chefetage begrüßte am Eingang die zahlreichen Besucher, unter ihnen Stadtpfarrer Dekan Thomas Jeschner, Landtagsabgeordneter Tobias Reiß, Landrat Andreas Meier und sein Stellvertreter Albert Nickl, die Bürgermeister oder ihre Stellvertreter aus den Nachbargemeinden, Kreis- und Gemeindepolitiker, Vertreter der Schulen und Behörden, Stadtverbandsvorsitzender Dieter Kies, Unternehmer und Vereinsvertreter. Den traditionellen Glückscent überreichte dabei Bezirkskaminkehrermeister Roland Gallitzendörfer.

In ihrer Begrüßung ermunterte CSU-Ortsvorsitzende Dr. Sabine Schultes zum „Aufeinander zugehen“ in spannenden Zeiten. Der Neujahrsempfang habe sich schon seit jeher als vertrauensbildendes Gesprächsforum bewährt und erleichtere zudem das gute Miteinander im Jahresverlauf, befand sie und wünschte Mut und Gelassenheit in einem Jahr wichtiger Entscheidungen.

Danach setzte Marcus Gradl die Akzente. Der CSU-Bürgermeisterkandidat ging in seiner Rede auf sieben Kernziele ein, die er sichtbar für jedermann symbolisch in Glasbehältern präsentierte. In dieses „Programm der Veränderungen“ packte er zunächst das Thema "Wiederbelebung des Rußweiher-Freibades". Im Falle des „Regierungswechsels“ werde es wieder flexible und bürgerfreundliche Öffnungszeiten, Feste und ein Romantik-Kino geben, kündigte er an.

Am Herzen liegt ihm auch der Wohnungsbau. Auf seiner kommunalpolitischen Agenda steht deshalb eine Baulandoffensive vor allem für junge Paare. Gradl sprach sich zudem für ein Tourismuskonzept mit einem neuen Identitätsbewusstsein aus, erinnerte an das längst überfällige Jugendbetreuungskonzept und forderte praxisgerechte Veranstaltungsmöglichkeiten für Vereine. Zudem sprach er sich für ein Netzwerk „Bürger-Rathaus“ aus, das auch die Geschäftswelt, die Unternehmerschaft sowie den Bildungs- und Gesundheitssektor einbezieht.

Auf der Agenda der CSU und ihres Bürgermeisterkandidaten steht daneben ein Sonderprogramm zur Sanierung der vielen maroden Siedlungsstraßen. Das Thema "Umwelt und Nachhaltigkeitsdenken" gehörte zu den weiteren Schwerpunkten des Kurzvortrags. Gradl plädierte für ein verändertes Energiekonzept mit neuen Wegen zur Energieerzeugung und für einen schrittweisen Waldumbau.

Aufhorchen ließ auch das Querflötenquartett der Musikschule im Vierstädtedreieck unter Leitung von Joachim Steppert. Die jungen Damen erhielten stürmischen Beifall. Der offizielle Teil des Empfangs endete mit der Bayernhymne und dem Deutschlandlied.

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