Vorausgegangen war ein Trauerzug, angeführt vom Quartett „D’Juchzer“, vom nahen "Scherm-Karl" aus. Die mitgeführten roten Kerzen ließen auf einen traurigen Anlass schließen, der wahrlich nicht zum Juchzen verleitete. Beim Aufstellen zum Trauerzug hatte Sebastian Wohlrab geradezu demütig erklärt: „Wir müssen leider zum Eingrab’n geh’n.“
Mit hörbarem Schluchzen und Heulen versammelte sich die Kirwa-Gemeinde schließlich vor einer engen „Gruftanlage“, an der der Vorsitzende des Kirwa-Vereins versicherte: „Es war ein schönes Fest. Ich danke allen treuen Helfern. Doch nun heißt es, Abschied zu nehmen – wir sind alle tief erschüttert.“ Mit seinem "Vize" Thomas Nasser versenkte er sehr bedächtig die Kirwa in Gestalt von zwei Flaschen Bier, denen „Klopfer“ mitgegeben wurden, im Grab.
Dann war es an Fritz Gradl, ein „Trauerlied“ anzustimmen. Sein wortgewaltiger Gesang lockte sogar Zuhörer aus umliegendern Häusern an. Bald schmückten unzählige Grablichter die Ruhestätte der Kirwa, an der Wohlrab für September 2020 eine fröhliche Auferstehung versprach. Nach dem "Feierabendlied" der Musiker rief er zum „Leichenschmaus“ auf - damit war alle Trauer vergessen.
Zu flotter Musik ging’s zurück in den Saal "beim Scherm-Karl", wo weiterhin „gesündigt“ wurde. Die heitere Note des Kirwa-Ausklangs bekräftigten „D’Juchzer“ mit Stücken wie „Jeder Tag bringt neue Hoffnung“ oder „Ich bin immer lustig, ich bin ein Musikant“. Dazu herrschte auf der Tanzfläche reger Betrieb.
Nunmehr zum sechsten Mal hatte der Kirwa-Verein die Eschenbacher Kirchweih gestaltet. Dazu zählten nach dem Kirchweih-Auftakt mit Ausgraben, Aufstellen des Kirwa-Baumes und Auftritt der "Schwarzenbacher Schenklzinterer" am Sonntag ein Kirchenzug über den Marienplatz mit anschließendem Gottesdienst, gestaltet von der Stadtkapelle. Der folgende musikalische Frühschoppen ging nahtlos über zum Mittagsessen mit Braten und Krenfleisch. Dem Besuch nach zu schließen, waren die Eschenbacher Küchen kalt geblieben.
Die "Kirwa-Moila" bewiesen zudem, dass sie in Schule und Elternhaus das Backen von Kuchen und Torten gelernt haben. Ab 16 Uhr waren Ernst Bitterer und „De scho wieda“ Garanten für eine mitreißende Kirwa-Gaudi. Auch der Kirwa-Ausklang am Montag bescherte dem Verein ein volles Haus. Noch einmal war die Küche schwer gefordert.

















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