(rn) Auf der Wiesenfläche zwischen Sommerleitenweg und Mehrgenerationenpark wollen Cornelia Rix und Andreas Grünwald Eigenheime errichten. Wie Heike Biersack, die Geschäftsleiterin der Verwaltungsgemeinschaft, dazu anmerkte, existiere noch keine Erschließung und es fehle der Entwässerungsplan. Herstellungsbeiträge seien jedoch bereits entrichtet. Wegen der geringen Breite des Sommerleitenwegs sei bei Gesprächen mit den Bauherren die Anlage von Ausweichbuchten vereinbart worden.
CSU-Fraktionssprecher Marcus Gradl hielt die Bebauung eines Teils der Flurnummer 236 für "grundsätzlich gut". Als Knackpunkt bezeichnete er jedoch das "fehlende schlüssige Verkehrskonzept". Er forderte eine Stellungnahme des Landratsamts dazu und hielt es für angebracht, dass sich der Stadtrat "Gedanken wegen der schmalen Straße" macht, der er einen katastrophalen Zustand zuschrieb. Gradl sprach von problematischen Verkehrsverhältnissen und gab zu bedenken: "Wenn die Häuser stehen, haben wir eventuell auf Jahre hinaus keine Lösungsmöglichkeiten." Zudem wollte er wissen, warum die Stadt im Zuge der Anlage des Mehrgenerationenparks das Grundstück nicht erworben habe.
Bürgermeister Peter Lehr reagierte leicht erregt auf die Vorhaltungen von CSU-Seite und rief dazu auf, "keinen Heißluftballon" steigen zu lassen. Er verwies darauf, dass für das betreffende Gebiet ein rechtskräftiger Bebauungsplan bestehe und es der Stadtrat bei den Planungen für den Park im Jahr 2014 abgelehnt habe, das Wiesengrundstück zu kaufen. Wegen der geringen Breite der Straße sah Lehr Eingriffsmöglichkeiten in die Böschung.
Reger Durchgangsverkehr
Die Verkehrsverhältnisse am Sommerleitenweg, der noch an die vor Jahrzehnten als Feldweg genutzte Verbindung in Richtung Rußweiher erinnert, gaben Anlass zu einer regen Aussprache. Udo Müller nahm auf die bereits vor Jahren geführte Diskussion mit Überlegungen zur Einstufung des Wegs als Einbahnstraße Bezug.
Diesen Gesichtspunkt griff auch Matthias Haberberger auf. Er gab zu bedenken, dass der Sommerleitenweg bereits durch regen Durchgangsverkehr belastet werde und regte Grunddienstbarkeiten auf der Flurnummer 236 für Ausweichbuchten an.
"Wir haben das Problem bereits vor 20 Jahren angesprochen", erinnerte sich Hans Bscherer und sprach sich wegen der zunehmenden Größe und Breite landwirtschaftlicher Fahrzeuge für ein Fahrverbot für diese im Sommerleitenweg aus. "Verkehrsrechtliche Bedenken" in das Genehmigungsverfahren einfließen lassen, hielt Reinhard Wiesend für möglich. Er schlug vor, während der Bauzeit der Häuser Verkehrsregelungen anzudenken.
"Reine Abkürzungsstrecke"
Eine mögliche veränderte rechtliche Situation hinsichtlich Ausweichbuchten auf Privatgrund in einigen Jahren griff Marcus Gradl auf und merkte an: "Ich will nur ein Problem aufzeigen." Auch Franz Fuchs sah im Sommerleitenweg eine "reine Abkürzungsstrecke". Die Stadt als Verkehrsbehörde könnte Anordnungen treffen: etwa Zufahrt nur für Anlieger, Einbahnstraße, Zufahrt zum SCE-Gelände nur vom Rußweiher her.
Zweiter Bürgermeister Karl Lorenz schlug vor, Kernanliegen der Aussprache mit in die Genehmigungen der Baupläne aufzunehmen. Gegen die beiden Vorhaben sprachen sich Marcus Gradl und Dr. Sabine Schultes aus.



















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