Fahren Eltern ihre Sprösslinge zur Schule, kommt es vor den Schulen oft zu Gedrängel. Hans Bscherer sieht darin eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Der Vorsitzende der Gebietsverkehrswacht beklagt seit vielen Jahren dieses Verhalten von Müttern und Vätern. Er empfiehlt, Kinder bereits ab der ersten Klasse allein zur Schule gehen zu lassen. Bscherer hält es allerdings für erforderlich, den Schulweg mit den Kleinen "frühzeitig zu üben".
Der sicherste Schulweg müsse jedoch nicht der kürzeste sein. "Das Überbehüten durch die Dauereinrichtung ,Elterntaxi' verzögert die Entwicklung des Nachwuchses zu selbstständigen Verkehrsteilnehmern", ist er sich sicher. Als Fahrlehrer kennt Bscherer die Verkehrssituation in der Jahnstraße zu bestimmten Uhrzeiten. Allein die Busse, die den täglichen Zubringerdienst für die vier Schulen am Eschenbacher Bildungshügel leisten, verursachen Stau und Verkehrsbehinderungen, die nicht zu vermeiden sind. In den vielen zusätzlichen Autos sieht er eine Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer. Er empfiehlt daher, die Kinder bereits vor der Bergkirche aussteigen zu lassen. Der Weg zur Schule sei ohnehin durch Zebrastreifen und Verkehrsampel sicher. Als weiteren Vorteil betrachtet er "Frischluft vor dem Unterricht". Autofahrer bittet der Verkehrswacht-Vorsitzende, morgens und mittags besonders vorsichtig zu sein. Kinder seien keine kleinen Erwachsenen und reagierten oft spontan und impulsiv. Er rechnet vor, dass der Anhalteweg bei einer Geschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde bis zu 18 Meter und bei 50 Kilometer pro Stunde bis zu 40 Meter beträgt.
Gefährlich sei es zudem, während des Autofahrens zu telefonieren und dann Kinder plötzlich auf die Straße laufen. Schwere Verletzungen seien dabei vorprogrammiert, meint der Experte und verweist auf die Plakataktion der Verkehrswacht an der B 299 und B 470. Für die dunkle Jahreszeit empfiehlt er den Eltern, besonders Kindern der ersten Klassen reflektierende Kleidung anzuziehen. "Sie bieten einen Sicherheitsgewinn", bekräftigt Bscherer.
Bald beginnt das neue Schuljahr. Das neue Schuljahr 2018/2019 beginnt nun am nächsten Dienstag, den 11.09.2018. Die Polizei hat daher am ersten Schultag (Dienstag, 11. September) sowie auch in den Wochen danach die Schulwege besonders im Blick.
Dabei kontrollieren die Beamten, ob sich Verkehrsteilnehmer an zulässige Geschwindigkeiten in der Nähe von Schulen und Bushaltestellen halten. Auch, ob der Nachwuchs ordnungsgemäße im Auto angeschnallt sind oder in einem Kindersitz sitzen, überprüfen sie. Die Polizeiinspektion Eschenbach bittet deshalb alle, die Sprösslinge zur Schule oder zum Kindergarten fahren, mit dem Pkw zur Schule oder zum Kindergarten bringen, diese nur gesichert zu transportieren. Gerade bei den Geschwindigkeiten, die innerorts gefahren werden, sind Sicherheitsgurt und Kinderrückhaltesysteme bei einem Unfall Lebensretter Nr. 1. Bitte erkundigen Sie sich bei ihrer Polizei, wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben. Verstöße gegen die Kindersicherungspflicht werden die Polizeibeamten unnachsichtig ahnden. Wer ein ungesichertes Kind transportiert muss mit 60 Euro Bußgeld rechnen, mehrere ungesicherte Kinder schlagen mit 70 Euro zu Buche, dazu kommt jeweils noch ein Punkt in FlensburgDoch Schulanfang hin oder her – die Polizei Eschenbach appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, sich gegenüber Kindern immer so zu verhalten, dass sie nicht gefährdet werden.
Das heißt: Sobald Kinder in der Nähe einer Straße unterwegs sind, langsam fahren. Insbesondere sollte dies durch eine Verringerung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft erfolgen, wenn Kinder im Blickfeld auftauchen. VoralleVor allem bei Erstklässlern, Insbesondere bei Kindern des ersten Schuljahres die sich auf dem Schulweg befinden, müsse man mit Unbesonnenheiten rechnen. So kann es beispielsweise passieren, dass ein Kind aus dem Bus steigt und einfach über die Straße läuft. , ohne aist außerdem immer damit zu rechnen, dass Kinder kurz vor oder hinter einem Omnibus die Fahrbahn sorglos überqueren. Auch die Einhaltung der Schrittgeschwindigkeit bei der Vorbeifahrt an Schulbussen mit eingeschalteter Warnblinkanlage wird überwacht werden.Im vergangenen Schuljahr ereignete sich im Bereich der Polizei Eschenbach kein „Schulwegunfall“.
Deshalb sollte es trotzdem allen Verkehrsteilnehmern ein Anliegen sein, an der Vermeidung von Verkehrsunfällen mitzuwirken. Die Überwachungsmaßnahmen der Polizei können nur ein kleiner Beitrag zur Erreichung dieses Zieles sein. Nur mit entsprechender Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer untereinander und ganz besonders gegenüber den Kleinsten und Schwächsten kann dies gelingen. Fußgängern rät die Polizei, ein Vorbild zu sein und die Ampel in der Kirchenthumbacher Straße und den Zebrastreifen in der Stegenthumbacher Straße auch zu benutzen. Auch hier übewachen die Beamten den Fußgänger- und Fahrzeugverkehr. (exb)













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.