20.03.2020 - 13:42 Uhr
EschenbachOberpfalz

Schulverband segnet Digitalbudget ab

Der Haushalt 2020 des Schulverbandes Eschenbach steigt um 5,46 Prozent auf 850 000 Euro. Wegen der Zunahme der umlagerelevanten Schülerzahlen von 182 auf 208 verringert sich der von den Gemeinden zu entrichtende Pro-Kopf-Betrag.

Den Haupteingang der Markus-Gottwalt-Schule ziert unter anderem ein schlauer Fuchs. Die jüngsten Investitionen des Schulverbandes sind Beiträge dazu, dass die Schüler noch schlauer werden.
von Walther HermannProfil

Dieser sinkt von 3130 auf 2980 Euro.

Letztmals tagte der Schulverband mit Peter Lehr, Gerhard Löckler und Werner Roder als stimmberechtigten Mitgliedern. Für die drei Bürgermeister, die sich nicht mehr zur Wahl gestellt hatten, endet zum 30. April ihre Amtszeit. Die Stadträtinnen Karolina Teichmann und Dr. Sabine Schultes müssten nach der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrats, falls vorgeschlagen, erst erneut als Vertreterinnen der Stadt Eschenbach in die Schulverbandsversammlung gewählt werden.

Im Sitzungssaal des Rathauses nahm Schultes in der sehr kleinen Runde zunächst sehr kurz Stellung zur örtlichen Prüfung der Jahresrechnung 2018 mit einem Rechenergebnis von 822 901 Euro und verkündete: „Keine Anmerkungen.“ Kämmerer Karl Stopfer trug die Eckdaten der Jahresrechnung vor, die mit einem Überschuss von 16 448 Euro abschließt. Dieser wurde den Rücklagen

zugeführt. Von einer guten und soliden Arbeit sprach Werner Roder und beantragte die Entlastung. Der Vernichtung der Kassenbelege für die Jahre 2009 bis 2018 stimmte die Versammlung zu, da sie „auf nicht veränderbaren elektronischen Speichermedien“ weiterhin verfügbar sind.

Zum Gesamtvolumen des Haushalts 2020 mit 850 000 Euro informierte der Kämmerer über Einnahmen - ohne Umlagen - von 230 160 Euro (2,61 Prozent weniger als 2019). Er kündigte an, dass zum Ausgleich insgesamt 619 840 Euro (plus 8,81 Prozent) auf die Mitgliedsgemeinden umgelegt werden müssen. Stopfer versicherte, dass die von der Schulleitung geforderten Mittel im Haushaltsplan berücksichtigt wurden.

Von der Schulverbandsumlage entfallen auf Eschenbach 554 280 Euro (186 Schüler) sowie auf Schlammersdorf und Vorbach jeweils 32 780 Euro (je 11 Schüler). Neben diesen 208 Kindern und Jugendlichen aus den Gemeinden des Schulverbandes besuchen die Markus-Gottwalt-Schule noch 14 Schüler aus Grafenwöhr, 17 aus Kirchenthumbch, 1 aus Kulmain, 2 aus Trabitz, 12 aus Neustadt am Kulm, 9 aus Pressath, 5 aus Schwarzenbach, 10 aus Speinshart und 1 aus Weiherhammer.

Nahezu für alle diese Mädchen und Buben haben ihre Gemeinden Gastschulbeiträge zu entrichten. Erwartet werden 102 175 Euro. Im Vorjahr lagen diese Beiträge noch bei 85 400 Euro.

Den Anstieg der Schulverbandsumlage von 569 660 auf 619 840 Euro - 2017 lag sie noch bei 455 000 Euro - begründete Stopfer mit den obligatorischen Preissteigerungen bei der Schulhausmiete, den Personalkosten, dem Fahrzeugunterhalt und den Schulfahrten, den Erstattungen an das Land (Offene Ganztagsschule) und den Landkreis (Schulsozialarbeiter) sowie für die Gastschüler in den Mittelschulen Grafenwöhr und Pressath. Der Pro-Kopf-Umlage von 2980 Euro stellte der Kämmerer die Umlagen von Parkstein (2263 Euro) und Neustadt/WN (Grundschule: 1921 Euro, Mittelschule: 3932 Euro) gegenüber.

Die größten Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt sind 113 600 Euro Entgelte für tariflich Beschäftigte, 280 000 Euro Mieten für Gebäude, 45 000 Euro für Bewirtschaftung der Grundstücke und baulichen Anlagen, 8000 Euro für die Nutzung der Schwimmhalle, 7000 Euro für die freiwillige Schülerbeförderung, 31 000 Euro für die Offene Ganztagsschule (Erstattung an das Land), 36 600 Euro für Schulsozialarbeit, 36 600 Euro für Gastschulbeiträge an die Stadt Grafenwöhr und den Schulverband Pressath, 7000 Euro für die Mittagsbetreuung und 84 000 Euro für die gesetzliche Schülerbeförderung.

Im Vermögenshaushalt sind 10 000 Euro für Mobiliar und Notebooks angesetzt. Nach dem Vortrag des Kämmerers stimmte die Versammlung dem Haushalt 2020 zu. Werner Roder sprach von einer angenehmen und konstruktiven Zusammenarbeit in den vergangenen zwölf Jahren und zeigte sich überzeugt: „Wir haben für Schule und unsere Kinder viel bewegt.“

Einmütigkeit herrschte bei der Absegnung eines „Digitalbudgets“ über 24 734 Euro bei einer Förderung von 90 Prozent. Vergeben wurden weitere Aufträge für die IT-Ausstattung der Schule in Höhe von circa 17 000 Euro und zur Anschaffung einer Kehrmaschine für den Schultraktor.

Roder machte sich abschließend zum Sprecher des Kollegiums und dankte für die stets harmonischen Sitzungen, die sehr gut vorbereitet gewesen seien. „Die stets einstimmigen Beschlüsse sprechen für sich“, resümierte er.

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