Eschenbach
09.11.2018 - 16:46 Uhr

"Schutzschild bilden"

Wie kann ich mich in meinem Alltag als Schüler wirkungsvoll selbst behaupten? Anregungen und Tipps zu möglichen Verhaltensweisen erhalten die Kinder und Jugendlichen der Markus-Gottwalt- Schule (MGS) in einem besonderen Unterricht.

Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und Selbstbehauptung fördern: Das ist das Anliegen von Andreas Fachtan in seinen Kursen an der Markus-Gottwalt-Schule. Er lehrt die Schüler aber auch, wie sie sich gegenüber einem körperlich Überlegenen wehren können. Bild: rn
Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und Selbstbehauptung fördern: Das ist das Anliegen von Andreas Fachtan in seinen Kursen an der Markus-Gottwalt-Schule. Er lehrt die Schüler aber auch, wie sie sich gegenüber einem körperlich Überlegenen wehren können.

Rektor Wolfgang Bodensteiner ist daran gelegen, dass seine Schüler nicht nur Lesen, Rechnen und Sprachen lernen, sondern ihnen auch Kenntnisse darüber vermittelt werden, wie sie sich in unterschiedlichen Situationen selbst schützen können. Mit Maria Rübe-Hitzinger hat er eine Fachkraft dafür im Haus.

Sie setzte nun eine Initiative des Freistaats Bayern zur Förderung von Kindern und Jugendlichen wirkungsvoll um. Der Jugendsozialarbeiterin ging es darum, die Entwicklung der Mädchen und Buben zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu unterstützen. Finanziert wurde der Selbstbehauptungskurs über das Kreisjugendamt Neustadt/WN.

Als Trainer und Lehrer hatte Rübe-Hitzinger Andreas Fachtan mitgebracht. Er ist Mitglied von "Stonewood Martial Arts", einer Vereinigung ambitionierter Kampfsportler aus dem Fichtelgebirge, die neben ihrem wettkampfbasierten Hauptprogramm regelmäßig Selbstverteidigungs- und Sicherungskurse anbieten. Fachtan wirkte einen Tag lang als externe Lehrkraft an der Markus-Gottwalt-Schule. In Theorie und Praxis zeigte er den Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten der Selbstbehauptung auf. Er verstand es dabei, die Schüler schnell aus der Reserve zu locken. Bei dem Kurs in kleinen Gruppen trennte er stets Mädchen und Buben. Vor allem Erstere musste er zum Handeln motivieren und zum Zupacken auffordern.

Fachtan war daran gelegen, Möglichkeiten der Gewaltprävention zu vermitteln sowie Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl zu fördern, durch die klassische Täter-Opfer-Rollen verhindert werden können. "Schon das gemeinschaftliche Beachten einiger wichtiger Aspekte kann ein Schutzschild bilden", machte er deutlich. Nur wer seine Grenzen kenne, könne diese aufzeigen und gegebenenfalls einem Angreifer Einhalt gebieten. Der Referent lehrte auch erste Befreiungsgriffe bei körperlichen Auseinandersetzungen. Er schlug damit eine Brücke zur Selbstverteidigung.

Die Rückmeldungen der Schüler waren durchwegs positiv. Sie sprachen von einem Unterrichtstag, der ihnen großen Spaß bereitet hat. Viel wichtiger war ihnen aber, dass sie viel Erlerntes und Erkenntnisse mit in ihren Alltag nehmen können.

 
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