07.08.2019 - 13:14 Uhr
EschenbachOberpfalz

Segelboote aus Rinde, Seile aus Brennnesseln

Den Wald in all seiner Vielfalt erleben und genießen die Teilnehmer an der Ferienbetreuung. 80 Kinder betreut „Learning Campus“ in dieser Woche am Standort Eschenbach.

Start zur "Segelregatta" im Stadtwald.
von Walther HermannProfil

Wie seit Jahren bietet sich der nahe Rußweiher alternativlos als Gestaltungsstätte für das Erlebnisprogramm „Seeräuber auf großer Fahrt“ an. Für das In-See-Stechen mit Kanus oder Flößen sind Schwimmwesten Pflicht. Sie geben den kleinen Seeräubern stets das Gefühl von Sicherheit. Zudem befinden sich unter den Betreuern ausgebildete Rettungsschwimmer. Nicht auszuschließen ist jedoch, dass einmal ein Paddel „baden geht“.

Ein weiterer Programmteil in der zweiten Ferienwoche nennt sich „Team – Vertrauen – Herausforderung“. Mag er auf den ersten Blick wenig aussagekräftig sein, entpuppt er sich bei genauerem Hinsehen als leicht abenteuerlich. Als Vorübung banden die kleinen „Pfadfinder“ Knoten. Das Flechten von Brennnesselstielen zu Seilen glich einem Arbeiten in der Werkstatt „Wunder der Natur“. Der Test am Hochseilgarten steht noch aus. Nicht minder interessant ist das Herstellen einer Strickleiter.

Feuer übt auf Kinder und Jugendliche stets eine Faszination aus. Eine „Feuerprobe“ steht ihnen diesmal noch bevor. Dazu gehören Informationen über die Risiken des Feuers und das Anlegen von Feuerstellen. „Gewusst wie“, steht dabei im Vordergrund.

Eine nahezu unbegrenzte Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten bot das Thema „Der Natur auf der Spur“ am Walderlebnispfad in der Flur Dessenreuth. Hinweisen zum richtigen Verhalten im Wald schlossen sich das Anlegen von Biwak und Lagerplatz beim städtischen Waldkindergarten an. Handwerkliche Geschicklichkeit zeigten die Kinder, als sie Insektenhotels und kleine Segelboote aus Rinde herstellten. Nach dem Zu-Wasser-Lassen der Flotte in der kleinen Weiheranlage kam Spannung auf: Welches Boot ist das schnellste?

Da neben den Pflanzen auch eine Vielzahl von Tieren im Wald lebt, bekamen die Mädchen und Buben den Wald wie ein mehrstöckiges Haus vorgestellt. Sie erfuhren, dass jede Wohnung anders aussieht: groß, klein, hell oder dunkel, hoch oben in den Bäumen oder unter den Wurzeln. „Jedes Tier wählt den Platz, der am besten zu seinen Bedürfnissen passt“, betonte Sarah Gottsche und nannte Beispiele dazu. Auch Verhaltensweisen im Wald und den Umgang mit Tieren brachte sie den kleinen „Waldläufern“ näher.

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