05.04.2019 - 10:08 Uhr
EschenbachOberpfalz

Senioren "wandeln" auf Kreuzweg

Der Vorbereitung auf die Karwoche diente der Einkehrtag des Seniorenclubs. Ruhestandspfarrer Helmut Süß stellte ihn unter den Leitgedanken „Kreuzweg: Jesus-Begegnungen“.

Mit einer Stärkung für den Heimweg bedankte sich Maria Förster bei Ruhestandspfarrer Helmut Süß.
von Walther HermannProfil

Erneut wurde das Kleintierzüchterheim zur Heimat des Seniorenclubs. Maria Förster freute sich über das zahlreiche Kommen der Senioren und räumte ein, dass es der Fastenzeit angepasst zur Kaffeepause statt Torten nur Osterbrote gibt. Ruhestandspfarrer Helmut Süß kündigte einen Besinnungsnachmittag an und sagte schmunzelnd: „Kaffee gibt es in der Pause erst, wenn ich den Eindruck habe, dass Sie gut zugehört haben.“

Der Geistliche ging auf die historische Entwicklung des Kreuzwegs ein, von dem ab dem 16. Jahrhundert von ursprünglich zahlreichen Stationen nur 14 bestehen geblieben sind. Er ordnete die Kreuzwege ursprünglich Kalvarienbergen außerhalb von Ortschaften zu. Erst ab circa 1700 seien die Kreuzwegstationen in die Kirchen integriert worden.

Dann besprach er mit den Senioren die einzelnen Stationen. Beim Halt an der 5. Station, an der Simon von Cyrene Jesus hilft, das Kreuz zu tragen, versuchte Süß nicht nur das Leben und die damalige Situation des Simon nachzuvollziehen und zu interpretieren. Er übertrug den Begriff „Kreuz tragen“ auch in die Gegenwart und stellte die Frage: „Wo sind Kreuztragende, denen ich helfen kann, wenn auch nur durch ein gutes Wort?“

Der Kreuzweg im Versammlungsraum endete an der 12. Station - bei Menschen, die auf dem Weg zum Kreuz sind. Zu diesen gehörte auch der Hauptmann von Kapharnaum, der die Hinrichtung zu überwachen hatte. Lieder und Gebetsbeiträge lockerten den nahezu dreistündigen Seniorennachmittag auf, den Süß mit der Bitte beendete: „Herr, bleibe an unserer Seite, wenn wir unser Kreuz tragen müssen.“

Mit herzlichen Worten, Wein und einem Brotzeitkorb bedankte sich Maria Förster für den „interessanten und lebhaften Nachmittag mit vielen Hintergrundgedanken, der uns viel gebracht hat“. Sie lud danach noch ein zum Mutter- und Vatertagsausflug am 8. Mai nach Kappl und Waldsassen.

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