23.04.2019 - 11:46 Uhr
EschenbachOberpfalz

Mit Spürsinn und Ausdauer

„Yuri von Honduras“, „Akima vom Fackelträger“, „Camino vom Fichtenschlag“: Edle Namen geben sich beim Schäferhundeverein Eschenbach die Ehre. Den "adeligen" Namensträgers stehen allerdings schwere Aufgaben bevor.

Leistungsrichter Bernhard Babl (Mitte, helle Jacke) lobt den guten Ausbildungsstand der bei der Frühlingsprüfung vorgeführten Hunde.
von Walther HermannProfil

Für 13 Hundeführer mit „Schlachtenbummlern“ aus Bärnau, Bayreuth, Eschenbach, Grafenwöhr, Pleystein, Schlammersdorf, Schwarzenbach, Waldershof und Weiden wurde das gesellschaftliche Zentrum der Schäferhundefreunde an der Pressather Straße bei der Frühjahrsprüfung zu einem Wochenenderlebnis. Nach der Arbeit und dem für alle erfolgreichen Prüfungszeremoniell gaben sie sich bei der Familie Gilch und deren fleißigen Kräften in der Küche Gaumengenüssen hin. Zum Wohlfühlen trug auch der sehr gepflegte Zustand der Vereinsanlage bei, die der Wackersdorfer Leistungsrichter Bernd Babl als „Vorzeigeanlage“ bezeichnete.

Am frühen Morgen war zunächst der Spürsinn der Hunde gefragt. Der Prüfungsteil „Fährtenarbeit“ erfolgte in der Tremmersdorfer Flur. Die Hunde hatten auf einer Strecke von 1200 Schritten einer Fährte zu folgen, die zwei Stunden vorher gelegt worden war und sechs abzweigende „Winkel“ beinhaltete. Außerdem galt es, vier auf der Strecke versteckte Gegenstände zu finden.

Mit dem zweiten Prüfungsteil "Unterordnung" verlagerte sich das Geschehen auf die Vereinsanlage. Testkriterien waren Führen an der Leine, Unbefangenheitsprobe, Freifolge ohne Leine, Voraussenden mit Ablenkung und Apportieren. Bei Hunden mit höherer Prüfungsstufe waren noch Leistungen im Schutzdienst erforderlich wie Suchen und In-Augenschein-Nehmen verschiedener Verstecke, Stellen und Verbellen eines Scheintäters, Festhalten eines flüchtigen Täters sowie Abwehr bei Überfall und Angriff. Bei dieser Prüfungsstufe liegt die Höchstwertung bei 300 Punkten.

Tagesbester wurde der Rüde „Yuri von Honduras“, geführt von Harald Roßner aus Waldershof, mit 271 Punkten. Es folgten „Akima vom Fackelträger“ von Susanne Höfer aus Bayreuth und „Larek von Pentavita“ von Daniela Zitt aus Pleystein. Die Spezialbegleithundprüfung 3 absolvierte Alexandra Heinrich aus Eschenbach mit der Note "vorzüglich" und 96 Punkten. Monika Steiner mit „Camino vom Fichtenschlag“ war bei der Fährtenhundprüfung IFH 1 erfolgreich.

Christina Siegler mit „Daika vom Haus Pürkner“, Sandra Schiller mit „Thor“, Franziska Kühnl mit „Sally“ und Nicole Lehner mit „Murphy“ stellten sich mit Erfolg der Begleithundprüfung mit Verkehrsteil. Vier Hunde gingen in die Ausdauerprüfung, die Hundeführer begleiteten sie mit dem Fahrrad auf der 20 Kilometer langen Strecke: Tobias Schenk mit „Adolf von der Friedrichwarte“, Franziska Kühnl mit „Akima vom Fackelträger“, Christina Siegler mit „Daika vom Haus Pürkner“ und Nicole Lehner mit „Murphy“.

Richter Bernd Babl lobte den guten Ausbildungsstand der Hunde und freute sich über die Teilnahme von drei Jugendlichen mit „sehr guten Erfolgen“. Für den verhinderten Vorsitzenden Michael Siegler bedankte sich Manfred Kausler bei Babl mit einem Präsentkorb als „Wegzehrung“ für dessen „umsichtige und faire Beurteilung mit sehr viel Feingefühl“. Erfreut zeigte er sich darüber, dass von den erfolgreichen Teilnehmern bis auf zwei alle in der Ortsgruppe Eschenbach trainieren. Bei den betroffenen Landwirten und Jagdpächtern bedankte er sich für Nutzungsmöglichkeit der Fluren.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.