18.04.2019 - 11:54 Uhr
EschenbachOberpfalz

Starke und mahnende Stimme

„Die Betreuung unserer Mitglieder in sozialen und rechtlichen Belangen bleibt Eckpfeiler unserer Arbeit", sagt VdK-Vorsitzender Klaus Lehl. "Da sich die Politik erst nach Druck von unten bewegt, bleiben wir eine mahnende Stimme.“

Marga Scherm (Mitte) begleitet die nächsten vier Jahre als Schriftführerin die Arbeit des VdK-Ortsverbands. Zur Wahl gratulieren Vorsitzender Klaus Lehl (rechts) und sein Stellvetreter Thomas Lingl (links), Kreisvorsitzender Josef Rewitzer und Bürgermeister Peter Lehr (hinten, von rechts).
von Walther HermannProfil

Und die ist dringend nötig, wie sich in der Jahreshauptversammlung des Ortsverbands zeigt.

Die Redner im Restaurant „Rußweiher“ waren sich einig, dass der VdK eine starke und mahnende Stimme bei sozialen Ungerechtigkeiten sei, seinen Mitgliedern eine umfassende sozialrechtliche Beratung biete und stets versuche, in deren Sinn Einfluss auf die Politik zu nehmen. Der VdK verstehe sich als Sozialverband für Jung und Alt, für Gesunde und Behinderte als wichtiges Bindeglied in der Gesellschaft, merkte etwa Klaus Lehl an.

Wie sehr die unterste Ebene des großen Sozialverbandes bestrebt ist, die Mitglieder zu betreuen und sie mit aktuellen Informationen zu versorgen, zeigte sein Kurzbericht über vier Jahre Verbandsgeschehen in der Rußweiherstadt. Der Vorsitzende berichtete von regelmäßigen informationsreichen Frühlingstreffs und Adventsfeiern mit Mitgliederehrungen, 27 Vorstandssitzungen, der Beteiligung am „Tag der offenen Tür“ des Kreisverbandes im Juni 2015 in Weiden sowie der Auszeichnung von Hilde Hasenkopf und Gerda Rupprecht mit dem Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten für langjährige verdienstvolle Mitarbeit beim VdK.

Als Themen besonderer Veranstaltungen nannte Lehl: „Angehörige zu Hause pflegen: Gesetzliche Regelungen und Pflegegeldunterstützung“, „Zivilcourage – Jeder kann helfen“, Info-Stand vor dem Rathaus zur Kampagne „Weg mit den Barrieren – Barrierefreiheit für alle“, „Soziale Spaltung stoppen“ und „Zu Hause Wohnen im Alter“. Er würdigte die gute Zusammenarbeit mit der Seniorengemeinschaft "GeHiH" und stellte die Inhalte der SOS-Dose für Notfälle vor.

„Im Mittelpunkt unserer Tätigkeit steht die Betreuung unserer 291 Mitglieder“, bekräftigte der Vorsitzende. Dazu zählte er jährlich zehn Sprechtage und regelmäßige Geburtstagsbesuche. Dem Bürgermeister dankte er für die Bereitstellung des Raumes für die Sprechtage und der Sparkasse für finanzielle Unterstützung. „Wir müssen als Sozialverband über jede Briefmarke Rechnung führen“, merkte Lehl an. „Durch unseren soliden finanziellen Grundstock ist jedoch die Betreuung der Mitglieder sichergestellt“, versicherte Kassiererin Elisabeth Schreml.

Leichte Aufgabe hatte der Wahlausschuss mit Kreisvorsitzendem Josef Rewitzer, Bürgermeister Peter Lehr und Stadtrat Thomas Ott. In ihren Ämtern bestätigt wurden für die nächsten vier Jahre Vorsitzender Klaus Lehl, seine Stellvertreter Gerda Rupprecht und Thomas Lingl, Schriftführerin Silvia Seitz, die Besitzer Maria Hermann, Hilde Hasenkopf, Josef Schöcklmann, Elisabeth Schreml und Karl Völkl. Neu gehören dem Vorstand an Schriftführerin Marga Scherm sowie die Beisitzer Angelika Lingl und Edmund Scherm. Satzungsgemäß bestimmte die Führungsspitze Elisabeth Schreml zur Kassenverwalterin.

„Ihr seid ein rühriger Ortsverband“, resümierte Rewitzer und verdeutlichte mit Zahlen das Jahres 2018 die sozialpolitische Bedeutung des VdK: 416 475 Beratungen, 75 596 Anträge, 27 425 Widersprüche gegen Bescheide, 7212 Klage- und 167 Berufungsverfahren, 47,823 Millionen Euro an erstrittenen Nachzahlungen. Er sprach von 17 200 neuen Mitgliedern im laufenden Jahr und einer Zielmarke, allein für Bayern, von insgesamt 700 000 bis zum Jahresende. Große Beliebtheit bescheinigte er der neuen Präsidentin Verena Bentele.

Die Zahl von bundesweit 400 Geschäftsstellen bot Bürgermeister Peter Lehr Rückschlüsse auf Aufgaben und Bedeutung des VdK. Die Leidensgeschichte eines 59-Jährigen, der wegen juristischer Winkelzüge sechs Jahre auf eine Erwerbsminderungsrente warten musste, war für ihn ein eindrucksvoller Beweis für die Leistungsstärke des Sozialverbandes.

„Eine Stadt wird erst durch den Einsatz von Ehrenamtlichen lebendig und lebenswert“, versicherte Thomas Ott. Der Stadtrat zeigte daher höchsten Respekt vor den vielfältigen Leistungen des VdK in Bereichen der Fürsorge, insbesondere im ehrenamtlichen Engagement der Ortsverbände, und übergab Klaus Lehl eine Zuwendung der Stadt. Einen gedanklichen Schlusspunkt setzte das Ganghofergedicht „Es war einmal“, vorgetragen von Hilde Hasenkopf.

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