Eschenbach
27.06.2022 - 16:33 Uhr

Tag der offenen Gartentür: Ausflug in den Garten Eden gefällig?

Das Paradies ist ganz bestimmt ein schöner Garten – ein Wohlfühlort für Flora und Fauna, für den Hobbygärtner und die Genussgärtnerin und am Sonntag für alle Gartenfreunde.

Was ist Heimat für den Oberpfälzer? Die Antwort ist eindeutig. Zum Dreiklang Lebensgefühl und Zuversicht gehört der eigene Garten. Dieser Quell der Stärke, das Grün rund ums Eigenheim zu hegen und zu pflegen, verschafft Entspannung und Erholung vor der Haustür. Es lässt sich gut leben, so viel scheint in diesem vertrauten Umfeld sicher. Bescheiden begründen Anneliese und Werner Herr ihre Beteiligung am Tag der offenen Gartentür. „Wir wollen ja nur zeigen, wie schön das gärtnern sein kann“.

In diesem Sinne gewährt auch die Familie Herr Zutritt zu ihrem kleinen Gartenreich in der Wassergasse. Stauden, Rosen, rankende Clematis, Gemüsebeete und Gewächshaus. Ein kleines, aber einladendes Gartenreich. „Uns gefällt diese Arbeit, die durch Freude erst so richtig zum Spaßfaktor wird“. Das klingt so recht nach ein bisschen Garten Eden. Im Garten muss beginnen, was leuchten soll in der Gemeinde. Dieses geflügelte Wort förderte das Denken der 13 Eschenbacher Hobbygärtner, die sich stellvertretend für die vielen Gartenfreunde des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege am Sonntag am bayernweiten Tag der offenen Gartentür beteiligten.

Im Gegensatz zur Nüchternheit phantasieloser Grünanlagen öffneten 13 Eschenbacher Familien ihre kleinen persönlichen Paradiese für die Allgemeinheit. Vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege organisiert und vom OGV-Ortsverband, von der Stadt und zahlreichen Vereinen liebevoll begleitet, demonstrierten die Hobbygärtner und die gesamte Gemeinde Gastfreundschaft. Oft durch Hecken und Sträucher versteckt, konnten geschätzt einige Tausend Gartenfreunde mehr als einen Blick über den Zaun werfen. Eine einmalige Gelegenheit, grüne Kleinode in ihrer ganzen Pracht zu entdecken.

Dazu hatte bereits nach einem Festgottesdienst in St. Laurentius bei der offiziellen Eröffnung des Gartentages im „Taubnschuster“ die Stodberg-Combo um Heiner Kohl aufgefordert: „Dieser Tag genau, wirbt für Obst- und Gartenbau. Bäume-, Sträucher-, Pflanzennutz, zugleich auch Insektenschutz. Für dieses Ziel wir jubilieren, allen Gartlern gratulieren“. Auch OGV-Kreisvorsitzender Albert Nickl stimmte bei frühsommerlichen Temperaturen auf diese hohe Lied für die Gartler ein: „Die Gärten sind das Herz unserer Heimat, sie liefern Freude und stehen für die Schönheit unserer Oberpfälzer Natur“. Für die Stadt als Mitorganisator lobte Bürgermeister Marcus Gradl den Tag der offenen Gartentür als Demonstration gemeinsamer Anstrengungen, eine blühende Stadt zu schaffen.

Dem Eröffnungszeremoniell folgte eine Besichtigungstour des OGV-Kreisvorsitzenden in Begleitung von Holunderkönigin Monika I., Cheforganisator Josef Höllerl, Bürgermeister Marcus Gradl und stellvertretende OGV-Bezirksvorsitzende Rosa Prell durch alle 13 privaten Gartenreiche. Eine Tour mit vielen Überraschungen und mit viel Anerkennung für die Gartenvielfalt vom Bauerngarten beim Taubnschuster bis zum zertifizierten Naturgarten der Familie Kleber, vom Eldorado glitzernder Gartenaccessoires aus Metall und Glas in Martina und Roland Hermann's Wohlfühlort bis zum Schreberkarten der Familie Volkmann. Neben der großen Gestaltungsvielfalt überraschte ein gehobenes Begleitangebot kunsthandwerklicher Kreationen.

Auch für die Besuchermassen, die sich bei 30 Grad Celsius im Schatten Anfahrt und Besichtigungsprogramm nicht nehmen ließen, hieß es: Sehen, hören, schmecken, riechen, staunen und selbstverständlich auch kosten. Die vielen Verpflegungsstellen und die kleinen kulinarischen Überraschungen in den Privatgärten ergänzten den bleibenden Eindruck des Gesamtbildes einer blühenden und behaglichen Gartenkultur. Einer Bürgerkultur der Eigenverantwortung und des engagierten Mitmachens.

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