Alle vier Jahre finden in Verdi Organisationswahlen statt. Daher traf sich der Ortsverein West des Verdi-Bezirks Oberpfalz zur Mitgliederversammlung im Gasthof Heining in Pressath. Mit rund 1500 Mitgliedern gehört der Ortsverein für die Region Vier-Städte-Dreieck Eschenbach – Grafenwöhr – Pressath – Kirchenthumbach, sowie die umliegenden Gemeinden zu den mittelgroßen Gliederungen des Bezirks. Dem weiter Thomas Beitz vorsteht. Einstimmig wurde der Vorsitzende ebenso wie Stellvertreter Josef Steger im Amt bestätigt. Im Dreigespann ist zudem die weitere Stellvertreterin Silke Tanner aus Pressath. Beisitzer sind Werner Neumüller, Christa Bauer, Claudia Peter, Alexander Kahl, Verena Nickl, Daniela Gorny und Norbert Witt.
„Gemeinsam haben wir in den letzten vier Jahren eine außergewöhnliche Zeit gemeistert: Erst waren wir voll Tatendrang und inmitten unserer Planung von Aktionen, Veranstaltungen und Jubilarehrungen, dann hat uns die Corona-Pandemie ausgebremst", erzählt Beitz. "Wir mussten neue Akzente in unser Arbeit setzen: nunmehr waren Lockdown, Kurzarbeit und neue, digitale Arbeitsweise auf unserer Agenda. Doch wir haben eine Möglichkeit gefunden, sogar Jubilarehrungen coronakonform abzuhalten.“ Als Höhepunkte können laut Beitz Veranstaltungen wie Informationen zur aktuellen Rentenpolitik durch Peter Hofmann und das Volksbegehren Stoppt den Pflegenotstand in Bayern betrachtet werden.
Die für den Ortsverein zuständige Gewerkschaftssekretärin Eva Bößl, selbst wohnhaft in Kirchenthumbach, ging auf Herausforderungen der Zukunft ein: „In der Gewerkschaftsarbeit ist nichts mehr so wie es war." Auch in Deutschland sind die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine schon jetzt deutlich spürbar: an der Supermarktkasse, beim Produktionsstopp in riesigen Betrieben wie BMW in Regensburg aufgrund fehlender Zulieferungen oder bei den Spritpreisen. „Nur gemeinsam können wir es schaffen, die Einkommens- und Arbeitsbedingungen aller Beschäftigen deutlich zu verbessern, sodass das Leben bezahlbar bleibt." Eine wachsende Tarifbindung für alle Beschäftigten sei wichtig wie noch nie zuvor. "Nur wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir große Kündigungswellen abwenden und schwere wirtschaftliche Krisen in den Griff bekommen“, so Bößl.













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