07.04.2021 - 16:04 Uhr
EschenbachOberpfalz

Trauer um Reingard Bartl

Es sind nicht die großen Worte, sondern die von Herzen kommenden Taten, die die Welt verändern. Eschenbach war diese Welt, die Reingard Bartl so liebte und in der sie lebte. Familie, Garten, Blumen, Musik: Ihr Abschied war wie ihr Leben.

Reingard Bartl.
von Robert DotzauerProfil

Reingard Bartl fragte noch in den letzten Tagen schwer gezeichnet von einer langen Krankheit nicht nach sich, sondern nach denen, für die Bartl immer da war, um die sie sich sorgte. Sie fragte nach denen, denen sie so viel zu geben wusste und die bleiben: Nach Ehemann Josef, der seine Ehefrau bis zum letzten Atemzug am 28. März begleitete, nach den Kindern Christine, Sigrid, Klaus und Roland und nach den Enkelkindern.

Bartl hatte es nicht leicht in den 81 Lebensjahren, die sie erreichte. Am 1. Januar 1940 in Bömich-Kamnitz im Sudetenland geboren, musste die Familie Glössner im Zuge der Vertreibung ihre Heimat verlassen. Ein Stück Dachboden in einem Bauernhaus in Vohenstrauß wurden zur ersten Flüchtlingsunterkunft. In der damaligen Kreisstadt besuchte Bartl die Volksschule. Es folgten der Besuch der Städtischen Oberrealschule Weiden (heute Elly-Heuss-Gymnasium) und die Ausbildung in der gehobenen Beamtenlaufbahn beim Landratsamt Vohenstrauß und bei der Regierung der Oberpfalz. Als junge Regierungsinspektorin fand sie schließlich eine berufliche Heimat beim Landratsamt Sulzbach-Rosenberg.

Eine zweite persönliche Heimat wurde Reingard Bartl 1963 die Stadt Eschenbach. Hintergrund war die Tätigkeit von Ehemann Josef als Berufsschullehrer an der Gewerblichen Berufsschule Eschenbach. Mit der Geburt der vier Kinder und dem Hausbau in Eschenbach folgten viele glückliche Jahre, die auch von vielen Steckenpferden geprägt waren. Nebenberufliche Sportlehrerin im Sonderpädagogischen Förderzentrum Eschenbach, Gartenpflege und Blumen und die Neigung, in einer Flötengruppe Mitmenschen zu unterhalten, prägten den Lauf des Lebens, der nach schwerer Krankheit in ihrem Zuhause am Hammermühlsteig endete. Auch die Oberpfalz-Medien trauern um eine zuverlässige Kollegin, die für den Neuen Tag viele Jahre als freie Mitarbeiterin tätig war. Die Beisetzung im Friedhof in Eschenbach findet am Freitag, 9. April im engsten Familienkreis statt.

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