(hev) Die große Beteiligung an den Beisetzungsfeierlichkeiten für Otto Dilling am Samstag war zugleich Zeugnis seiner Beliebtheit. Unter anderem gab die Liedertafel ihrem Sangesbruder ein würdiges Geleit.
Beim Requiem in der Stadtpfarrkirche verband Pfarrer Thomas Jeschner den Glauben an die Auferstehung mit der Botschaft "Du bist nicht tot, sondern untergegangen wie die Sonne". Tote seien nicht vergessen, versicherte der Geistliche: "Dem Dunkel der Nacht folgt ein Anfang, ein neues Licht bricht an."
Die Liedertafel nahm Abschied von ihrem ehemaligen aktiven Sangesbruder, der von 1955 bis 2014 im ersten Bass "immer mit Eifer und Elan beim Singen war". Als Zeichen der Freundschaft und der Wertschätzung sang der Chor "Herr, schicke, was du willst". Nach dem Segen beleuchtete Karl Ott die Vereins-Vita Dillings, der 2015 für 60-jähriges aktives Singen im Chor vom Fränkischen Sängerbund sowie vom Deutschen Chorverband ausgezeichnet und mit der Vereinsnadel in Gold geehrt wurde. Der Vorsitzende würdigte das jahrzehntelange Wirken "unseres Otto" als Beisitzer und erinnerte an die unzähligen Gedichte und Anekdoten, die Dilling zum Besten gegeben hat: "Sie haben uns für viele Stunden die Sorgen des Alltags vergessen lassen." In seine Dankesworte band Ott das handwerkliche Geschick des Steinbildhauermeisters ein und sagte "Vergelt's Gott" dafür, dass dieser bei besonderen Anlässen und runden Geburtstagen für Gottes Lohn Geschenke für die Sänger gefertigt hat.
Vor dem Hinweis darauf, dass Dilling aus gesundheitlichen Gründen 2015 seine aktive Sängerkarriere beenden musste, bescheinigte der Vorsitzende ihm: "Du warst immer da, wenn die Liedertafel dich gebraucht hat. Du hast unserem Gesangsverein einen großen Dienst erwiesen. Otto, wir danken dir für alles."
Wehmut machte sich in der Kirche breit, als die Liedertafel auf besonderen Wunsch für den Verstorbenen das "Feierobnd"-Lied seines erzgebirgischen Landsmannes Anton Günther anstimmte. An der Familiengruft im Friedhof endete das kirchliche Zeremoniell für einen Mann, der in Eschenbach Handwerksgeschichte geschrieben hat und dessen Kunstwerke auch in der schweizerischen Partnergemeinde Eschenbach/Luzern hohen Stellenwert genießen.














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