15.09.2021 - 13:42 Uhr
EschenbachOberpfalz

Viel Kritik beim Bericht aus dem Stadtrat in der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Eschenbach

Die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Eschenbach sind mit ihrer Führungsmannschaft zufrieden: Sie bestätigen das Team um Thomas Ott für weitere zwei Jahre im Amt. In den Berichten der Mandatsträger schlägt sich der Wahlkampf nieder.

Der SPD-Ortsverein Eschenbach ehrt langjährige Mitglieder::(vorne, von links) Vorsitzender Thomas Ott und die neue Medienbeauftragte Romana Otto mit Margot Brosch, Ingrid Kallmünzer und Martin Vogl sowie (hinten, von links) MdB Uli Grötsch, Lorenz Zitzmann, Fritz Betzl und Gregor Forster. .
von Walther HermannProfil

In der Jahreshauptversammlung im „Matth sein Wirtshaus“ wurden Thomas Ott als Vorsitzender, Udo Müller als sein Stellvertreter, Karin Blendinger-Betzl als Kassiererin und Karolina Forster als Schriftführerin wiedergewählt. Neu geschaffen wurde die Funktion einer Medienbeauftragten, die Romana Ott ausübt. Bestimmt wurden des Weiteren Revisoren, zehn Beisitzer und die Delegierten zu Unterbezirk und Kreiskonferenz.

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft erfuhren Gregor Forster (20 Jahre), Margot Brosch (30 Jahre), Ingrid Kallmünzer und Martin Vogl (je 35 Jahre) sowie Fritz Betzl und Lorenz Zitzmann (je 45 Jahre). Zwölf verhinderten Mitgliedern werden die Urkunden nachgereicht.

Coronabedingt fiel der Tätigkeitsbericht von Vorsitzendem Thomas Ott kurz aus. Neben Vorstandssitzungen und Delegiertentagungen erwähnte er für die Oster- und Pfingstferien tägliche Online-Rätsel als Ferienersatzprogramm, Grillabend, Vortragsabend WAA mit Hans Schuierer, Anti-AfD-Demo und Bouldern im Ferienprogramm.

„Die SPD dümpelt in Bayern nicht mehr bei neun Prozent; sie lebt!" Nach dieser Frohbotschaft für die Genossen und der Zuversicht „Diesmal kann alles gedreht werden“ erstattete Ott im einen langen Bericht aus der Stadtratsfraktion, den er unter Hinweisen auf SPD-Anträge mit Kritik an Bürgermeister Marcus Gradl und wiederholt dem Vorwurf „Stillstand“ garnierte.

Diesen Zustand bescheinigte er unter anderem dem Bebauungsplan für die Bootshäuser, der Satzung „Baukindergeld“, dem Blockheizkraftwerk beim Kindergarten und der Kita selbst. Aus dem noch von Peter Lehr vorgeschlagenen Zukunftsmodell für 2,5 Millionen Euro sei ein sieben Millionen Euro teures Projekt geworden, „doch von dem in 2021 geplanten Baubeginn der Krippe hört man nichts mehr“.

Ott rieb sich auch an den „unter den Tisch gefallenen Kosten“ für das Rußweiher-Festival und warf dem Bürgermeister vor: „Ihn scheint das Thema Geld nicht zu interessieren. Uns wurde im Juli ein Investitionsplan vorgestellt, der binnen 3 Jahren 20 Millionen Rücklagen verbrät und eine Kreditaufnahme von über einer Million erfordert.“ Und er fügte an: „Überhaupt ähnelt die Arbeit im Stadtrat in letzter Zeit mehr der eines Grundstücks- und Immobilienhändlers.“

In seinem Bericht aus der Kreistagsfraktion erklärte Peter Lehr, dass ein Großteil der Wahlkampfziele der SPD in den Koalitionsvertrag mit CSU und JU Einzug gefunden habe. Er verwies darauf, dass das "Baxi" auf Antrag der SPD eingeführt worden sei, er die Sanierung des örtlichen Landratsamts eingeleitet habe, die SPD der Sanierung des Heilpädagogischen Förderzentrums einen hohen Stellenwert beimesse und sich mit Planungen für einen Radwegneubau zwischen Kirchenthumbach und der Holzmühle befasse.

MdB Uli Grötsch sprach von einem nicht vorhersehbaren Höhenflug und rief dazu auf, nicht nervös zu werden und die aktuelle Stimmung mitzunehmen. Vorher hatte er Golfanlage, Pumptrack-Anlage und Generationenpark besichtigt.

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