02.06.2020 - 14:27 Uhr
EschenbachOberpfalz

Volkshochschule und Coronakrise - eine Bildungseinrichtung in Not

Die Corona-Pandemie stellt Deutschland vor ganz neue Herausforderungen. Das Krisenmanagement beeinflusst alle gesellschaftlichen Bereiche. In einer schwierigen Phase befinden sich auch die Volkshochschulen.

Durch die Corona-Krise schwer gebeutelt ist auch die Volkshochschule Eschenbach/westlicher Landkreis. Die Schlussfolgerung sind Kurzarbeit in der Geschäftsstelle und Anträge auf staatliche Soforthilfe. Mit der Lockerung der Corona-Einschränkungen zum 30. Mai verspricht sich die VHS wenigstens im Outdoorbereich einen Neustart. Für das Herbst/Winterprogramm 2020/21 ist sie optimistischer: Das neue Programm soll die Erwachsenenbildung wieder zu alter Stärke führen
von Robert DotzauerProfil

Malen und Basteln, Grillen und Kochkurse, Zumba und Kräuterwanderung, Sprachseminare, Radltouren und Exkursionen über Landesgrenzen hinweg: Es gibt kaum etwas, das die Volkshochschulen (VHS) nicht anbieten. Gerade auf dem Land eröffnen diese Bildungseinrichtungen oft Möglichkeiten, die es sonst eher in großen Städten gibt - normalerweise. Corona hat dieses Angebot Mitte März jäh unterbrochen, seitdem ist auch die VHS Eschenbach/westlicher Landkreis geschlossen. Jetzt eröffnen sich wenigstens ein bisschen neue Perspektiven für einen Wiederbeginn der VHS-Arbeit.

„Die treuen VHS-Anhänger sind nach zwei Monaten Frust und Verzweiflung begierig, die Isolation zu sprengen“, sagt Angelika Denk, Geschäftsführerin der Eschenbacher VHS. In schwieriger Zeit hat das VHS-Büro Kurzarbeit angemeldet und die Corona-Soforthilfe des Freistaates und des Bundes beantragt. „Beides ist genehmigt“, zeigt sich die Geschäftsführerin dankbar gegenüber den staatlichen Stellen.

Doch gar nichts tun in Corona-Zeiten kam für das VHS-Team nicht in Frage. In einem Rundschreiben an die Mitglieder des Vorstands, an die Außenstellen-Mitarbeiter, an die Bürgermeister im Einzugsbereich und an Landrat Andreas Meier informierte die Geschäftsstelle über die verbesserte Zusammenarbeit mit der VHS Vohenstrauß und Bemühungen, ein erstes gemeinsames Herbst/Winterprogramm 2020/21 zu erarbeiten.

Damit erfüllen beide Volkshochschulen eine Forderung des Bayerischen Volkshochschulverbandes, mit Einspareffekten und einem Verbund die Existenz zu sichern. „Dabei sind wir auf einem guten Weg“, betont Angelika Denk.

Die ruhigen Zeiten nutzte das VHS-Team außerdem, im „Notquartier“ im ehemaligen Krankenhaus die EDV-Anlage komplett zu erneuern, teilte die Geschäftsführerin den Gremien mit. Angelika Denk dankte besonders für die Unterstützung aus dem Landratsamt Neustadt/WN. „Jetzt sind wir EDV-technisch auf dem neuesten Stand“, freut sie sich. Endgüliges Ziel sei es, sich nach der Rückkehr in das sanierte alte Landratsamt komplett in das EDV-System des Landratsamtes einzugliedern.

Als kleinen Hoffnungsschimmer nennt die Geschäftsführerin die vorsichtigen Öffnungsanweisungen der Staatsregierung, die seit 30. Mai wieder Präsenzunterricht erlauben. Denk kündigte deshalb für die Zeit nach den Pfingstferien einen Neustart im Outdoorbereich an. Damit hoffen das VHS-Team und die Kursleiter, zu einer langsamen Normalisierung des Kursalltags zurückzukehren.

Zu einem echten Neustart soll das Herbst-/Winterprogramm beitragen. Damit verspricht sich Angelika Denk eine Rückkehr zu alter Stärke in der Erwachsenenbildung.

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