10.12.2020 - 14:49 Uhr
EschenbachOberpfalz

Weihnachtspost aus der Wirtschaftsschule Eschenbach für Seniorenheimbewohner

„Güte in den Worten erzeugt Vertrauen. Güte beim Denken erzeugt Tiefe. Güte beim Verschenken erzeugt Liebe.“ Dieses Zitat des chinesischen Philosophen Laotse steht Pate bei einer Aktion der Klasse 6 c der Eschenbacher Wirtschaftsschule.

Viola König und Andreas Schledewetz (sie hatten für das Foto kurz ihre Maske entfernt) übergeben im Beisein von Schulleiter Thomas Reitmeier (Zweiter von links) an Josef Ott (links) Weihnachtspost für die Bewohner des BRK-Seniorenheimes.
von Walther HermannProfil

Sie pflegen damit in besonderer Weise den Brauch, in der Adventszeit Weihnachtspost an liebe Mitmenschen zu schicken: Die Schüler der Klasse 6c der Wirtschaftsschule verfassten 17 persönlich gehaltene Briefe an Bewohner des BRK-Seniorenheimes, die den Adressaten zu Weihnachten übergeben werden.

Den Anlass dazu gab der Lehrplan, bei dem Briefe schreiben angesagt war. Wie Deutschlehrerin Elke Spitaler dazu wissen ließ, werde unterschieden zwischen persönlich gehaltenen und sachlichen Schreiben wie Anfragen oder Anträge.

Bei der Frage nach einem Adressaten für ein persönliches Scheiben sei den Schülern die Idee gekommen, sich an Bewohner des Seniorenheimes zu wenden, die nicht mehr viele oder gar keine Angehörige mehr haben. Diese hätten vielleicht Freude an einer Nachricht von jungen Leuten.

Spitalers Dank gilt Heimleiter Josef Ott, der sich sehr aufgeschlossen zeigte und den Sechstklässlern für ihr Vorhaben eine Namensliste übergab. „Unsere Schüler waren überrascht von manchen heute nicht mehr alltäglichen Vornamen“, berichtete die Lehrerin. Manche hätten ihren Adressaten wegen eines ihnen besonders auffällig erscheinenden Vornamens oder wegen eines besonders hohen Alters ausgewählt.

Die Lehrerin bescheinigte ihren Schülern eine hohe Motivation und berichtete, wie im Unterricht der Aufbau eines Briefes vorbereitet wurde: Anrede, Hauptinhalt, Formulierung und Wünsche zum Weihnachtsfest. Sie regte auch zu Fragen an den Empfänger an und rief die Schüler dazu auf, die Rechtschreibung zu beachten. Dies sei zugleich ein Zeichen der Wertschätzung.

Um dem Brief auch äußerlich eine besondere Note zu geben, befassten sich die Sechstklässler zudem mit der Gestaltung des Umschlages. Sie sahen darin einen Beitrag dazu, einem unbekannten Mitmenschen eine Freude zu bereiten. Da jeder Brief mit Namen und Adresse des Schreibers versehen ist, schließt Spitaler Antwortbriefe nicht aus.

Unter Beachtung der Corona-Regeln übergaben die Klassensprecher Viola König und Andreas Schledewetz an der Schulpforte an Josef Ott einen dicken Briefumschlag mit der Weihnachtspost ihrer Mitschüler. Der Heimleiter sah in den Briefen „eine schöne Geste, zu Weihnachten auch an ältere Menschen zu denken. Unsere Bewohner spüren, dass sie in Corona-Zeiten nicht alleine sind.“

Gleichzeitig erinnerte er an die Kindertagesstätte. Die kleinen Nachbarn waren zum Martinstag vor die Fenster des Seniorenheimes gezogen und haben zudem für das Weihnachtsfest kleine Bastelarbeiten gefertigt.

 

 

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