Eschenbachs PI-Chef Werner Stopfer und Hauptkommissar Thorsten Fiebiger informierten die Bürgermeister Marcus Gradl, Albert Nickl und Wolfgang Haberberger über die Lage in der Region. „Wir leben in relativ sicheren Landen“. Diese Feststellung spiegelt sich auch in der polizeilichen Kriminalstatistik 2021 der Polizeiinspektion Eschenbach wieder, die die Beamten den Kommunalpolitikern im Eschenbacher Rathaus vorstellten.
Es ging im Inspektionsbereich verhältnismäßig friedlich zu. So die Bilanz der Ordnungshüter. Keine Raubdelikte und ein erheblicher Rückgang an einfachen Körperverletzungen. Eine erfreuliche Entwicklung. Dennoch: über Arbeitsmangel brauchen die „Cops“ nicht klagen. Die Beamten verzeichneten zum Beispiel 117 Diebstahlsdelikte, ein Drittel mehr als 2020. Eine Zunahme registriert die PI auch bei den Sachbeschädigungen. Besonders der Vandalismus im öffentlichen Raum fällt mit einer Zunahme von 60 Prozent auf. Auch die Rechtsverstöße im Internethandel nehmen zu. Werner Stopfer schilderte die klassischen Betrugsmaschen: „Viel Ware wird bestellt, bezahlt aber nicht geliefert oder ordnungsgemäß gelieferte Artikel werden nicht bezahlt“.
Erfolg bei Rauschgift-Delikten
Insgesamt registrierte die PI 116 Betrugsdelikte. Als besorgniserregend nannten Stopfer und Fiebiger auch die Zunahme der Cyberkriminalität. Eine Polizeistatistik mit Licht und Schatten. Erfreulich bezeichneten alle Gesprächsteilnehmer den Rückgang bei den Rauschgift-Delikten. „Der polizeiliche Kontrolldruck und die akribische Ermittlungsarbeit zeigen Wirkung“, so die Schlussfolgerung von Polizeichef Werner Stopfer. Thema war auch die regionale Verteilung der Delikte im Dienstbereich der PI Eschenbach. Dabei viel besonders im Verhältnis zur Einwohnerzahl die überproportionale Häufung von Straftaten in den größten Gemeinden Grafenwöhr, Pressath und Eschenbach auf.
Unfallszahlen steigen
Auf die Verkehrsstatistik 2021 eingehend berichteten die Gesetzeshüter von steigenden Unfallzahlen mit Verletzten (14,75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Dagegen verzeichnete die PI einen Rückgang der Unfälle mit Radfahrern (30 Prozent). Auffallend ist für die Beamten die Zunahme der Wildunfälle. Als Schwerpunkt nannten sie die B 470-Teilstrecke Altzirkendorf-Kirchenthumbach, die B 299 zwischen Tanzfleck und Kaltenbrunn Nord und die Kreisstraße NEW 43 zwischen Thurndorf und Kirchenthumbach. Sorge bereitet der Polizei das unerlaubte Entfernen vom Unfallort. Bei 92 Verkehrsunfallfluchten konnten nur 34 Verursacher ermittelt werden. Ebenfalls auffallend: 2021 stellten die Beamten bei Kontrollen 326 Handyverstöße fest.
Auch Außergewöhnliches war Gegenstand des Sicherheitsgesprächs. Die PI-Vertreter verwiesen unter anderem auf den tragischen Verkehrsunfall zwischen Oberbibrach und Menzlas mit dem Tod eines unschuldigen Fußgängers, an die Sicherstellung von zirka 1,7 Kilogramm Marihuana im Wert von zirka 16.000 Euro in Grafenwöhr und den Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Schlammersdorf. Werner Stopfer würdigte in diesem Zusammenhang die professionelle Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte. Der Polizeichef verwies zudem auf 107 Anzeigen in Zusammenhang mit Infektionsschutzverstößen während der Corona-Kontaktbeschränkungen.
Polizeiinspektion Eschenbach
- zuständig für Altlandkreis Eschenbach bis zur Gemeinde Weiherhammer sowie den größten Truppenübungsplatz der US-Streitkräfte in Europa.
- zuständig für 27.000 Menschen plus circa 15.000 Angehörige der US-Army
- PI Eschenbach bearbeitete 2021 4.648 Vorgänge (+149)














Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.