25.02.2020 - 13:46 Uhr
EschenbachOberpfalz

Wirtschaftsschule stellt sich Eltern und Kindern vor

Über die Wirtschaftsschule zur Universität: Den Weg dazu zeigt Beratungslehrer Jürgen Koller beim Info-Abend zum Übertritt an die Staatliche Wirtschaftsschule auf. Dieser ist zugleich ein Tag der offenen Tür.

Oberstudiendirektor Thomas Reitmeier sowie die Studiendirektoren Bernhard Miedl und Jürgen Koller (von rechts) stellen sich beim Info-Abend den Fragen der Eltern.
von Walther HermannProfil

In der Aula hieß Oberstudiendirektor Thomas Reitmeier dazu Jung und Alt willkommen. Während der Informationsstunde für die Eltern nahmen sich Schüler der Bildungseinrichtung der jungen Besucher an und vermittelten ihnen Einblicke Schulleben, Fahrten, Ausflüge und Probeunterricht.

Als Beispiel dafür, „was mein Kind mit einem Wirtschaftsschulabschluss machen kann“, nannte Lehrer Jürgen Koller, der durch das weitere Programm führte, neben seinem Werdegang den von fünf Kollegen, die nach Wirtschaftsschule, Berufsausbildung und anschließenden Studienjahren als Lehrkräfte an der Schule tätig sind. Seine Ausführungen zu Schüler- und Klassenzahl ergänzte er mit Hinweisen zum Fachlehrerprinzip und zur Ausstattung der Schule mit Schwimmhalle, Turnhalle, vier Computersälen mit 100 PCs sowie zum Bestand an Mountainbikes und Langlaufskiern für Wahlfachgruppen.

Der Beratungslehrer sprach von der Umsetzung eines praxisbezogenen Bildungsauftrags und betonte, dass die Wirtschaftsschule neben allgemeiner Bildung Grundbildung im Berufsfeld "Wirtschaft und Verwaltung" vermittle und die Schüler auf entsprechende berufliche Tätigkeiten vorbereite. „Unsere fünf gebundenen Ganztagsklassen schaffen die Voraussetzung dafür, dass die Schüler keine schriftlichen Hausausgaben zu erledigen haben“, betonte Koller.

Er stellte die vierstufige Wirtschaftsschule ab der 7. Klasse mit wöchentlich 30 Unterrichtsstunden vor, deren Schwerpunkte bei Deutsch, Englisch, Mathematik sowie Betriebswirtschaftlicher Steuerung und Kontrolle liegen. Den Namen „Zusatzangebot“ gab er der „Vorklasse“ ab der sechsten Klasse mit intensiver Förderung. Dadurch werde der Übertrittsdruck in der vierten Klasse der Grundschule verringert.

Nach Hinweisen zur zweistufigen Wirtschaftsschule mit den Klassen 10 und 11 sowie zur Abschlussprüfung befasste er sich mit den Übertrittsvoraussetzungen, die in der Regel bei einem Notendurchschnitt von höchstens 2,66 für Deutsch, Englisch und Mathematik liegen. Abweichend davon bestehen Vorgaben für Realschüler und Gymnasiasten. Vom 4. bis 6. Mai bestehe die Möglichkeit zum Probeunterreicht, für den allerdings Vorgespräche erforderlich seien. Anmeldungen für die sechste und siebte Klasse werden in der zweiten März-Hälfte entgegen genommen.

Neben reiner Information war Koller daran gelegen, den künftigen Schülern Angst vor schlechten Noten, fiesen Mitschülern und Stress zu nehmen. Mit einer Fülle von Beispielen trat er deshalb dem Phänomen "Schulangst" entgegen. Zu dem, was die Wirtschaftsschule auszeichne, zählte er: familiäres Klima, Ganztagsangebot mit individueller Hausaufgabenhilfe, ausgewogenes Unterrichts- und Freizeitangebot, Förderung der Sozial-, Methoden- und Medienkompetenzen, intensive Berufsorientierung, internationaler Schüleraustausch, Konfliktlotsen-Ausbildung, motivierte Lehrkräfte.

Den Informationen schloss sich ein gemeinsamer Rundgang von Eltern und Kindern durch die Schule an. Aufgeteilt in vier Gruppen steuerten sie die vier Stationen an: Übungsunternehmen, Betriebswirtschaftliche Steuerung und Kontrolle, Vielfalt des Schullebens und Ganztagsklasse mit Fördermaßnahmen. Bei einem abschließenden Stehempfang in der Aula entwickelten sich rege Gespräche von Eltern und Kindern mit Schulleitung und Lehrkräften.

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