25.06.2020 - 14:11 Uhr
EschenbachOberpfalz

Wunsch nach Fortentwicklung der städtischen Verkehrsinfrastruktur

Die B 470 ist die Lebensader für das wirtschaftliche Wachstum der Stadt. Einen "Staatsbesuch" in Eschenbach nutzt Bürgermeister Marcus Gradl, um die überörtliche Straßeninfrastruktur im Gebiet der Kommune zu beleuchten.

Einen Kreisverkehr an der Schloderer-Kreuzung findet auch Staatssekretär Klaus Holetschek (Zweiter von rechts) für überlegenswert. An dem Ortstermin nehmen auch (von links) Bürgermeister Marcus Gradl, Bauamtschef Henner Wasmuth, und MdL Tobias Reiß teil.
von Robert DotzauerProfil

Erst seit einigen Monaten in Amt und Würden besuchte Klaus Holetscheck, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr und ehemaliger Bürgermeister von Bad Wörishofen, die Stadt. Auf Vermittlung des stellvertretenden Vorsitzenden der CSU-Landtagsfraktion, MdL Tobias Reiß, und in Begleitung von Henner Wasmuth, Leiter des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbach, ließ sich das Kabinettsmitglied über Verbesserungsvorschläge rund um die Bundesstraße unterrichten. Im Mittelpunkt des Wunschkatalogs standen dabei gleich vier Schwerpunkt-Projekte.

Der Bürgermeister erläuterte im Rathaus zunächst die infrastrukturelle Entwicklung, insbesondere im Industriegebiet "Am Stadtwald", und verwies auf eine leistungsfähige Verkehrsanbindung an die Fernstraßen als Grundvoraussetzung für wettbewerbsfähige Standortbedingungen von Industrie, Handel und Gewerbe. Konkret erläuterte Gradl die Wünsche der Stadt nach einer zweiten Zufahrt für das Industriegebiet mit Einmündung in die Bundesstraße auf Höhe der Ein- und Ausfahrt zur Hammermühle: „Da uns die Schiene fehlt, brauchen wir gute Bedingungen für den Güterverkehr.“

Zudem verwies er auf die rasante Entwicklung im Industriegebiet, die eine deutliche Zunahme des Lkw-Verkehrs erwarten lasse. Gleichzeitig plädierte der Bürgermeister für eine Entlastung der bestehenden Zufahrtsstraßen.

Zur „Baustelle“ erklärte er auch die sogenannte Schloderer-Kreuzung. Die deutliche Zunahme des Kreuzungsverkehrs in diesem Bereich veranlasste den Rathauschef, die Fachleute um Lösungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit zu bitten. Zu Berücksichtigen seien auch die Planungen für einen kleinen Rasthof.

Alternativ zur bereits angedachten Ampelschaltung diskutierten die Teilnehmer an der Besprechung die Vorteile eines Kreisverkehrs. Henner Wasmuth verwies zwar auf die Vorteile eines reibunngslosen Verkehrsflusses auf der B 470 zwischen Weiden und der A 9. Dennoch ließ der Leiter des Staatlichen Bauamtes Kompromissbereitschaft für den Bau eines Kreisels erkennen. Das Bauamt werde jedenfalls Planungen dafür wohlwollend prüfen, versprach er. Staatssekretär Klaus Holetschek schloss zudem eine Mitförderung durch den Bund nicht aus.

Gegenstand der Diskussion einschließlich einer Ortsbesichtigung war auch die Rußweiher-Kreuzung. Wünsche der Stadt nach einem weiteren Kreisverkehr beurteilte Wasmuth hier allerdings skeptisch. Dafür fehle die Fläche. Realistischer sei eine Ampellösung unter Berücksichtigung der Fußgängerströme in Richtung Freibad.

Handlungsbedarf sah Marcus Gradl auch bei der Lärmbelastung durch die B 470. Eine Lösung biete eine Fahrbahn mit Flüsterasphalt, klärte leiter des Staatlichen Bauamtes auf. Wegen des erst zehn Jahre alten Fahrbahnbelages bat der Baudirektor noch um Geduld bis zur nächsten Sanierung.

Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer, die Anliegen der Stadt bei einem Fachstellengespräch mit Vertretern des Staatlichen Bauamtes fortzusetzen. Bei dieser Gelegenheit könne dann auch der weitere Vorschlag des Bürgermeisters zur Fahrbahnsanierung der Staatsstraße 2122 zwischen der Netzaberg-Zufahrt und der Stadt erörtert werden, regte Henner Wasmuth an.

Unter dem Motto „Wir bauen Eschenbach“ erörterte der Bürgermeister mit dem Gast aus München weitere Entwicklungsprojekte. Ziel sei es, die Themen Wachstum, Arbeitsplätze, Wohnen und Familien, Baugebiete und verdichtetes Bauen in Einklang mit einer nachhaltigen Stadtentwicklung zu bringen.

Marcus Gradl berichtete zudem von einem geplanten Netzwerk „Schule und Gewerbe“, um Arbeitsplatzangebote einschließlich Dualem Studium für Schüler interessanter zu machen. Der hohe Besuch endete mit einem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt.

Ein Eintrag in das Goldene Buch der Stadt umrahmt den Besuch von Staatssekretär Klaus Holetschek (Mitte). Bürgermeister Marcus Gradl (links) und MdL Tobias Reiß assistieren.

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