14.01.2020 - 12:16 Uhr
EschenbachOberpfalz

Zukunftsgarantie für die Volkshochschule

Mit einem kurzweiligen Statement sorgt Landrat Andreas Meier beim CSU-Neujahrsempfang für viel Aufmerksamkeit. Ohne Redevorlage, als stünde er bei einem Starkbieranstich am Mikrofon, legt der Landkreischef los.

"Es waren fette Jahre für den Landkreis", sagt Landrat Andreas Meier mit Blick auf die zu Ende gehende Wahlperiode. Gleichzeitig warnt er vor künftigen Risiken, zum Beispiel durch die Trassenvorschläge für die Gleichstromverbindung.
von Robert DotzauerProfil

Meier hielt Rückblick auf fette Jahre und zog Bilanz für einen prosperierenden Landkreis. „Wir haben fast alles erreicht, was wir vor sechs Jahren versprochen haben“, betonte der „Kurfürst“ aus dem Lobkowitzer Schloss. Mit einem Blick auf die Region Eschenbach erinnerte zum Beispiel an die Generalsanierung des landkreiseigenen Schwimmtempels und an die Modernisierung des alten Landratsamtes.

Der Landrat brach in diesem Zusammenhang eine Lanze für die Volkshochschule. In den renovierten Räumlichkeiten des alten Landratsamts werde sie eine schöne Heimat finden, kündigte er optimistisch an. Das bedeute für die Bildungseinrichtung eine Zukunftsgarantie. Dasselbe gelte für die Friedrichsburg in Vohenstrauß. Meier verwies ferner auf die großen Investitionsmaßnahmen bei der Sanierung des Gymnasiums in Neustadt/WN und dem Teilneubau des Landratsamts.

Auf der Grundlage eines rechnerisch schuldenfreien Landkreises beleuchtete der Landrat auch die gemeindefreundliche Politik des Kreistags und erinnerte an die erhebliche Senkung der Kreisumlage. Das bedeute für die Gemeinden alljährlich ein Zubrot von fünf Millionen Euro, machte er deutlich.

Aus einem Tal der Tränen kommend sei im Landkreis ein Klima ohne Existenzängste geschaffen worden, erklärte er zudem und dankte in diesem Zusammenhang auch der Unternehmerschaft. Diese habe mit mutigen Entscheidungen dazu beigetragen, dass im Kreis Vollbeschäftigung herrsche. Als Beispiel nannte er den Eschenbacher Firmenchef Hubert Schug, der sich ebenfalls unter den Gästen des Neujahrsempfangs befand.

Auf die Zukunftsthemen auf Landkreisebene eingehend ging Meier auf die Chancen und Risiken der Digitalisierung ein, die das Leben der Menschen einschneidend verändern werde, und verwies vor allem mit Blick auf die Gesundheitsversorgung auf den Aufbau eines schnellen 5G-Netzes im Zuge einer Modellregion „Nördliche Oberpfalz“. Ergänzend zur Energiewende empfahl er eine Wasserstoffstrategie und kündigte einen Masterplan für weitere Verbesserungen zur Landkreis-Infrastruktur an.

Es folgten kritische Bemerkungen zur Notwendigkeit der Gleichstromverbindung Süd-Ost-Link von Tennet und zur Redlichkeit und Aufrichtigkeit der Bundesnetzagentur. „Ich bin der Überzeugung, dass diese Trasse nicht die beste ist“, sagte der Landrat und forderte eine Bündelung der Trasse entlang der Autobahn. „Man verkauft die Oberpfälzer“, warnte er mit Blick auf die aktuellen Trassenvorschläge.

„Wir sind eine Gebietskörperschaft, die Verantwortung zeigt und Ideen entwickelt“, fasste der Landkreischef zusammen. Er warb schließlich für ein faires Werben um Wählerstimmen bei der Kommunalwahl 2020 und lobte die ehrenamtlichen Kommunalpolitiker und Kandidaten als tragende Säulen demokratischer Willensbildung.

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