Zum bereits 30. Mal gestalten in diesem Jahr die Motorradfreunde den in weiten Teilen Europas verbreiteten Maibaumbrauch. Corona bedingt zierte in den vergangenen beiden Jahren den Marienplatz nur ein auf Ein-Meter-Stücke „portionierter“ Baum mit dekorativer Krone. Am Sonntag sollte bei Blasmusik, Gerstensaft und Grillspezialitäten der Wonnemonat wieder willkommen geheißen werden.
Bereits in den Morgenstunden herrschte am „Holzweg“ in der Flur Oberes Dessenreuth reges Treiben. Die „Pilots“ waren ausgerückt, um den bereits am Vortag ausgesuchten Baum zu fällen und in die Stadt zu holen. Um 8.15 Uhr setzte Florian Burkhardt die Motorsäge an. Das „Opfer“ war eine 29,55 Meter lange Fichte. Nach den Jahresringen hatte sie ein Alter von knapp 60 Jahren. Ihre Pflanzzeit geht damit zurück auf das Geburtsjahr von Pilots-Vorsitzenden Harry Wohlrab.
Nach ersten Arbeiten am Stamm schufteten nahezu 30 Clubmitglieder das Frühlingssymbol mit Maschinenunterstützung zum Weitertransport auf den nahen Forstweg. Hubert Schwindl (Moos) und Franz Völkl (Eschenbacher Mühle) übernahmen mit landwirtschaftlichen Zugmaschinen und einem Sicherungsfahrzeug der Feuerwehr den Weitertransport. Bereits um 9.30 Uhr empfingen die Pilots ihr Schmuckstück am Friedhofsweg. Kaum war es auf 26,50 Meter gekürzt, begann ein zügiges Entrinden und das Anbringen der Halterungen für die Wappenscheiben. Zu neuem Leben erweckt wurde die inzwischen festlich geschmückte Fichte beim Maifest auf dem Marienplatz, das die Stadtkapelle um 15 Uhr musikalisch eröffnete. Ab 16 Uhr setzten sich die Motorradfreunde mit viel „Hau-Ruck“ in Szene.





















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