19.02.2020 - 15:49 Uhr
Eschenfelden bei HirschbachOberpfalz

Sanierung die wahrscheinlichste Lösung für Kindergarten Eschenfelden

So, wie er jetzt dasteht, ist der Kindergarten St. Johannes in Eschenfelden nicht zukunftsfähig. Der bevorzugte Lösungsweg zeichnet sich ab.

An dieser Ansicht des Kindergartens St. Johannes in Eschenfelden wird sich nicht allzu viel verändern. Neue Fenster und Terrassentüren sollen aber die Funktionalität verbessern.
von Pauline ReglerProfil

Die letzte Sitzung des Hirschbacher Gemeinderates vor den Kommunalwahlen fand auch wieder einiges Interesse der Bürger, weil es in erster Linie um den gemeindlichen Kindergarten ging. Klaus Thiemann vom gleichnamigen Architekturbüro erläuterte ausführlich die Varianten Generalsanierung oder Neubau. Sein Fazit: Es ist durchaus möglich, das Gebäude zu modernisieren und einem Neubau nahe zu kommen. Der Grundriss bliebe weitgehend erhalten. In den Plänen spielen Böden, Akustikdecken, eine Fußbodenheizung und Fenster eine Rolle.

300 Quadratmeter sind gefragt

Um Zuschüsse zu bekommen, müssten 300 Quadratmeter Kindergarten und Kinderkrippe geschaffen werden. Zu berücksichtigen wären auch Hortkinder, die in der Zukunft Betreuungsbedarf haben könnten. Durch einen kleinen Anbau an der Westseite ließe sich der Raumbedarf befriedigen. Im derzeitigen Mehrzweckraum sieht der Architekt eine Küche und einen Speiseraum vor; das alles mit komplett erneuerter Technik und Elektroinstallation.

Ein barrierefreier Zugang ist in den Plänen berücksichtigt. Neue Türen machten den jetzigen Windfang überflüssig, und so entstehe Platz für "parkende" Kinderwagen, der von der Behörde gefordert wird. Selbstverständlich erhalte der Eingang einen Wetterschutz.

Sanierung käme günstiger

Diese Version veranschlagt das Architekturbüro auf 780 000 Euro. Dafür wären dann 50 Prozent Zuschuss zu erwarten sein; zu den für Aufwendungen für die Kinderkrippe könnte der Satz auch noch höher ausfallen. Ein Neubau läge mit 1,4 Millionen Euro deutlich über den Kosten der Sanierung und stieß im Gemeinderat kaum auf Gegenliebe. Auch Bauzeit von 15 Monaten spricht dagegen, da eine Sanierung in neun Monaten erledigt werden könnte. Die Kosten für den Abriss und die Entsorgung seien zudem schwer vorhersehbar.

Während die Arbeiten laufen, braucht es eine Interimslösung. Die Gemeinde will in den nächsten Wochen klären, ob das alte Schulhaus oder das Gemeindehaus infrage kommen oder die Zeit mit einem Waldkindergarten zu überbrücken wäre. Für neun Monate Container zu mieten, würde 95 000 Euro verschlingen: Da wäre dem Gemeinderat eine preiswertere Lösung lieber. Auf jeden Fall muss zu diesen Plänen das Jugendamt gehört werden.

Bürgermeister Hans Durst will vor einer Entscheidung die statistischen Werte und die Stellungnahmen der Behörden - vor allem die des Trägers, der Kirchengemeinde Eschenfelden - vorliegen haben. Die Frage der künftigen Trägerschaft des Kindergartens müsse schriftlich geklärt sein. Die gegenwärtige Personalsituation bedürfe noch in diesem Jahr einer Verbesserung, da einige Betreuerinnen in den Ruhestand wechseln.

Fünf bis sechs Geburten im Jahr

Zuletzt kamen in der Gemeinde Hirschbach jährlich fünf bis sechs Kinder zur Welt. Diese zahl stelle die Bildung einer Kindergartengruppe mehr als infrage. Auch die Gemeinde selbst könnte nach Vertragsende mit der evangelischen Kirchengemeinde Träger des Kindergartens werden.

Den Förderantrag mit einem entsprechenden Konzept muss die Gemeinde bis August stellen, wenn 2021 mit der Maßnahme begonnen werden soll. Diese Aufgabe soll aber nach dem Willen des Bürgermeisters der neue Gemeinderat auf den Weg bringen.

Notizen aus dem Gemeinderat Hirschbach:

Informationen und Bekanntgaben

Felsenbuamhaus geht wohl in private Hände über

Für das Felsenbuamhaus auf der Bergflur „Hammerloh“ deuten sich Veränderungen an. Weil es keine öffentliche Zufahrt gibt, soll das Anwesen eines Nürnberger Touristenclubs zur Privatnutzung umgewandelt werden. Die Eigentumsverhältnisse entsprechen in der Realität aber nicht mehr den Grundbuchauszügen, hat die Gemeinde festgestellt. Wie es mit dem Feuerschutz für das exponierte Gebäude ausschaut, wurde auch diskutiert. Ein unrühmliches Ende dieser Institution zeichne sich ab, hieß es im Gemeinderat, der sich aber der Umnutzung nicht im Weg steht.

Partnerschaftsfeier kollidiert mit Dorffest in Eschenfelden

Bürgermeister Hans Durst erinnerte an die vor 30 Jahren begründete Partnerschaft mit der Gemeinde Hirschbach in Thüringen. Zwischenzeitlich ist sie, zusammen mit St. Kilian, nach Schleusingen eingemeindet worden. Dort soll die runde Jahreszahl am ersten Juliwochenende gefeiert werden. Allerdings fällt dieser Termin mit dem Dorffest in Eschenfelden zusammen.

Ausschreibung für

Feuerwehrauto läuft

Die Ausschreibung für das neue Hirschbacher Feuerwehrauto laufe, informierte Bürgermeister Hans Durst den Gemeinderat. Die Wunschliste bei der Ausstattung von Löschfahrzeugen sei von Fall zu Fall verschieden und liege vor allem in der Hand der jeweiligen Wehr.

Sirenen auf Masten umsetzen

Mit einem Vergleichsangebot soll die Umstellung der Sirenen im Gemeindebereich baldmöglichst in Angriff genommen werden. Das vorliegende Angebot umfasst 50 000 Euro, wobei die bestehenden Sirenenanlagen von privaten Häusern auf separate Masten montiert werden sollen und damit auf Gemeindegrund immer Zugang gegeben ist.

Lehrgangs-Nachweis steht aus

Die Wahl des neuen stellvertretenden Kommandanten der Feuerwehr Achtel, Sven Wurzer, bestätigte der Rat. Allerdings muss Wurzer noch bis zum 30. November 2020 den Besuch der nötigen Lehrgänge nachweisen.

Zwei Bauanträge genehmigt

Den Teilabriss einer Scheune in Achtel und einen Dachgeschoss-Ausbau in Hirschbach genehmigte das Gremium ohne Einwände.

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