23.12.2019 - 12:23 Uhr
Eschenfelden bei HirschbachOberpfalz

"Stimmen der Berge" erklingen im Hirschbachtal

Stimmungsvoller hätten die vielen Besucher den Adventsonntag nicht begehen können: In der Eschenfeldener Pfarrkirche Corpus Christi führte das Ensemble „Stimmen der Berge“ Ludwig Thomas Heilige Nacht auf.

Die fünf "Stimmen der Berge" begeisterten die Zuhörer in der Pfarrkirche Corpus Christi in Eschenfelden im Hirschbachtal.
von Autor KÖKProfil

Mit ihrer ganz eigenen Interpretation des Klassikers zur Weihnachtszeit ließen die fünf ehemaligen Regensburger Domspatzen den eigentlichen Sinn von Weihnachten deutlich werden. Die Zuhörer in Eschenfelden dankten es mit stehenden Ovationen.

Eine andächtige Stille herrschte fast zwei Stunden in der voll besetzten Kirche. Thomas A. Gruber, musikalischer Leiter der Gruppe, freute sich über den großen Zuspruch und dankte Pfarrer Konrad Schornbaum für die Gastfreundschaft. Er gab eine kurze Einführung in das Volksstück, das Ludwig Thoma 1917 veröffentlicht hat. Bis heute hat es nichts von seiner Faszination verloren. Thoma versetzt die Weihnachtsgeschichte behutsam in die bayerisch-verschneite Landschaft. Neben den wunderbaren a-cappella-Gesängen vor jedem der sechs Hauptstücke, die Thomas A. Gruber neu vertont hat, begleiteten sich die Sänger selbst an den Instrumenten.

Die Tenöre Benjamin Grund, Thomas A. Gruber sowie Stephan Schlögl, Bariton Daniel Hinterberger und Bass Simon Käsbauer bauten zusätzlich viele bekannte Adventslieder in die Geschichte mit ein. Neu für ihre Heilige Nacht arrangiert, zeigten sie das große musikalische Können der Formation: „Zu Bethlehem geboren“, „Gesegnet sei die Heilige Nacht“ oder auch „O Heilige Nacht“ interpretierten die Sänger auf eine ganz neue Art – kraftvoll und doch anrührend besinnlich.

Das Besondere an der Heiligen Nacht der Stimmen der Berge ist, dass die Geschichte nicht gelesen wird. Benjamin Grund trägt das Geschehen frei vor. Dabei erweist er sich als großartiger Erzähler. Er schlüpft scheinbar mühelos in die unterschiedlichen Rollen der Protagonisten. Ob der hilfsbereite Handwerksbursche Simmei, die keifende Base mit ihrem grantigen Mann Josias oder Maria und Josef – Grund erweckt sie mit seinem Vortrag und der treffenden Mimik und Gestik zum Leben. Die Zuhörer waren gebannt, man hätte während der Aufführung eine Stecknadel fallen hören können.

„Die Herzen berühren, die Gedanken schweifen und Ruhe einkehren lassen, den Alltagsstress hinter sich und wahre Freude aufkommen zu lassen“, das wollten die Stimmen der Berge mit ihrer Aufführung bei den Zuhörern erreichen. Spätestens beim Andachtsjodler und der Stillen Nacht erfasste wohl jeden Besucher das Gefühl, heute etwas ganz Besonders gesehen und gehört zu haben. Das Publikum dankte es den Sängern mit stehendem Applaus. Nach dem Segen durch Pfarrer Schornbaum sangen alle gemeinsam ein Adventslied.

Die „Stimmen der Berge“ kommen wieder in die Region. Am 12. Juli 2020 werden sie sich von einer ganz anderen Seite zeigen und damit ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen. Im Rahmen der Knorr-von-Rosenroth-Festspiele lädt die Gruppe um 11 Uhr zu einem Kultschlager-Openair in den Schlosshof in Sulzbach-Rosenberg ein. Karten hierfür gibt es bereits bei den bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.nt-ticket.de.

Die "Stimmen der Berge" begeisterten die Zuhörer in der Pfarrkirche Corpus Christi in Eschenfelden im Hirschbachtal.
Die "Stimmen der Berge" begeisterten die Zuhörer in der Pfarrkirche Corpus Christi in Eschenfelden im Hirschbachtal.
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