09.04.2019 - 10:10 Uhr
EslarnOberpfalz

34 Jahre Oberin in Eslarn

Kirchengremien organisieren für Schwester Ehrengard anlässlich ihres 85. Geburtstage eine Nachfeier. Gemischter Chor lädt zu einer gesungenen Andacht ein.

Die Mitglieder der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderats um Pfarrer Erwin Bauer und Pfarrvikar Bivin gratulieren Schwester Ehrengard nachträglich zum 85. Geburtstag.
von Karl ZieglerProfil

"Ich habe Eslarn, die Bewohner und die Landschaft lieben und schätzen gelernt und der Ort ist mir zur Heimat geworden." So ist es für Schwester Ehrengard Gabelsberger nichts Ungewöhnliches ab und zu von ihrem Schwesternkonvent in Bamberg in ihre Lieblingsheimat nach Eslarn zu reisen. Den Wunsch der 85-jährigen Schwester erfüllte Marktrat Albin Meckl, der die Trägerin der Bürgermedaillen in Gold und Bundesverdienstmedaille mit seinem Auto abholte.

Aus der geplanten Fahrt der Pfarrei nach Bamberg zur Geburtstagsfeier von Schwester Ehrengard ins Schwesternkonvent der Franziskanerinnen ist laut Pfarrer Erwin Bauer leider nichts geworden. "Dann komme ich einfach nach Eslarn", sagte die Ordensfrau. Den Aufenthalt verband sie mit der Teilnahme an der gesungenen Kreuzwegandacht in der Pfarrkirche. Ein Lob für die teilweise in a capella und mit Orgelbegleitung gesungenen Lieder ging an den Dreigesang mit Martina Brenner (Alt und Orgel) und den Sopranistinnen Monika Lindner und Angelika Wild. Mit Gregor Härtl, Michael Hammerl und Herbert Lanz ergänzten die drei Damen zudem die Gemischte Schola. Für das Vorbeten der einzelnen Stationen zeichnete Waltraud Karl verantwortlich.

Im Anschluss traf sich die Gratulantenschar mit Pfarrer Erwin Bauer und Pfarrvikar Bivin sowie Mitgliedern der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderats im Pfarrheim. Im Namen der kirchlichen Gremien gratulierte Pfarrer Bauer und überreichte eine Geburtstagskarte mit schönen Versen und als Dreingabe Blumen und Geschenke. Die Damen der Kirchengremien hatten Torten gebacken. Eine Rückschau in die vergangenen Jahrzehnte zeigte, wie verwurzelt die Nonne in Eslarn ist. Nach Eslarn in den Kindergarten kam Schwester Ehrengard Gabelsberger nach einigen Stationen in verschiedenen Kinderhorten am 14. September 1972. Die 85-Jährige leitete von 1972 bis 1993 den örtlichen Kindergarten, war 34 Jahre Oberin im Schwesternkonvent und 21 Jahre Leiterin des Kindergartens. Ein Jahr nach ihrer Ankunft wurde 1973 der neue Kindergarten eingeweiht und bereits fünf Jahre später entstand das Spielzentrum mit Halle und Außenspielplatz und 1998 folgte die Generalsanierung mit dem beträchtlichen Um- und Anbau. Nach dem Tod der 77-jährigen Schwester Walfrieda Tischler und der 85-jährigen Schwester Hedwig Rösch lebte die Oberin einige Zeit alleine im Schwesternkonvent und kehrte 2006 nach Auflösung zu den Franziskanerinnen ins Mutterhaus nach Bamberg zurück.

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