17.04.2019 - 09:46 Uhr
EslarnOberpfalz

"Angriffe auf persönlicher Ebene lehnen wir ab"

Der CSU-Ortsverband wünscht sich in der Ortspolitik mehr konstruktive Debatten und demokratischen Meinungsaustausch sowie weniger Stimmungsmache in den sozialen Medien

Die CSU-Führung mit Wolfgang Voit (vorne, links) und den beiden Stellvertretern Thomas Kleber und Robert Brenner (vorne, von rechts) sowie Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger (vorne, Zweiter von links) danken treuen Mitglieder und den Gewählten für ihre Bereitschaft zur Mitarbeit.
von Karl ZieglerProfil

Gestärkt mit einem bewährten Führungsteam um den wiedergewählten Vorsitzenden Wolfgang Voit und Stellvertreter Robert Brenner geht der CSU-Ortsverband in den Kommunalwahlkampf. Den CSU-Vorstand bereichert mit Thomas Kleber erstmals ein weiterer Stellvertreter. Die Mitglieder des CSU-Ortsverbands prangern das mangelnde Interesse des Bürgermeisters an einer sachlichen Zusammenarbeit an und weisen auf die persönlich angreifenden Veröffentlichungen und nicht vollständig wiedergegebenen Aussagen der Gemeinderatsdebatten in den sozialen Medien hin.

Die Mitglieder trafen sich zur Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen im Café Karl. Die Schriftführerin Claudia Balk berichtete über vielfältige Aktivitäten des Ortsverbands. Kassier Josef Rupprecht erläuterte die Finanzen. Man könne mit einem ausreichenden Grundstock in den Kommunalwahlkampf starten. Markrat Wolfgang Voit informierte die Mitglieder über die aktuelle Ortspolitik. Die Fraktion bemühe sich im Marktrat stets um eine gute Zusammenarbeit auf sachlicher Ebene. Leider werde die Sachebene von Bürgermeister Reiner Gäbl immer wieder verlassen, was nicht zuletzt durch persönliche und angreifende Veröffentlichungen in den sozialen Medien unschön ersichtlich sei. Die in der Marktratssitzungen behandelten Themen würden dabei aus Sicht der CSU-Fraktion oft nicht vollständig und richtig wiedergegeben.

So werde berichtet, dass die CSU dem Verbringen von Hühnermist nach Eslarn zugestimmt habe, obwohl dies gar nicht Thema im Marktrat war. Richtig sei dagegen, dass man sich einer hoffnungslosen Klage vor dem Verwaltungsgericht gegen eine bauliche Veränderung an einer Biogasanlage nicht anschließen wollte. Das Landratsamt habe eindeutig erklärt, dass der beantragten Erweiterung des Betriebes nichts entgegengesetzt werden kann und diese im Wesentlichen auf behördlich gemachte Auflagen zurückzuführen sei. "Der Meinung waren offensichtlich auch andere Markträte, was das Abstimmungsergebnis zeigte", fügte der CSU-Vorsitzende an. Befremdlich erscheine auch, dass offensichtlich keine andere Meinung und konstruktive Kritik als berechtigtes und in einer Demokratie unverzichtbares Mittel der Kommunikation gewünscht wird. Als Beispiel wurde die Umgestaltung des Tillyplatzes genannt, in deren Zusammenhang die CSU-Markträte rückständig und bei einer Einweihung als unerwünscht bezeichnet wurden. "Angriffe auf persönlicher Ebene lehnen wir ab", fügte Voit an.

Ein Dank für 10-jährige Treue ging an Gertraud Reindl und für 15 Jahre an Reinhold Forster und Josef Kleber. Bereits 30 Jahre im Ortsverband ist Peter Kleber, 35 Jahre Karl Reindl und Michael Rückerl vertreten. Im Zusammenhang mit den anstehenden Neuwahlen kündigte CSU-Ortsvorsitzender Voit an, dass der Ortsverband künftig mit zwei Stellvertretern und neun Beisitzern, die sich nach der Mitgliederanzahl bemessen, breiter aufgestellt ins Kommunalwahljahr 2020 starten möchte.

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