19.10.2020 - 10:58 Uhr
EslarnOberpfalz

Anwohner haben es satt: Zum 20. Mal kracht Fahrzeug an den Gartenzaun

Die Verkehrszeichen vor dem Anwesen in Eslarn sollten eigentlich weitere Unfälle verhindern. Doch immer wieder kracht es an dieser Stelle - in 18 Jahren bereits zum 20 Mal.

In den vergangenen 18 Jahren wurde der Zaun insgesamt 20 Mal durch einen Lastwagen beschädigt.
von Karl ZieglerProfil

Seit 2002 steht ein Gartenzaun eines Anliegers am Neusiedlerweg in Eslarn im Rampenlicht von Unfällen. Vor wenigen Tagen nahm ein Brummifahrer beim Rechtsabbiegen von Staatsstraße in den Neusiedlerweg erneut den Gartenzaun aufs Korn. "Damit ist der alljährliche Zaunschaden auch in diesem Jahr nicht ausgeblieben", teilte die Eigentümerin auf Anfrage mit.

Der Hauseigentümer war gerade im Garten beim Baumschneiden und eilte nach dem deutlich hörbaren Krach sofort auf die Straße. "Den Lärm hab ich bis ins Haus gehört", fügte die Ehefrau an. Der tschechische Fahrer, der den Aufprall seines Anhängers nicht bemerkt haben will, wurde vom Zaunbesitzer gerade noch angehalten. Die Polizei nahm den Unfall auf.

In der Vergangenheit konnte die Polizei so manche Unfallfluchten klären, andere blieben wiederum ungeklärt und der Zauneigentümer hatten das Nachsehen. In diesem Fall versprach die für den Fahrer zuständige Firma den mit rund 2000 Euro geschätzten Zaunschaden zu regulieren.

Durch die zusätzlich beschädigten Verkehrszeichen dürfte der Schaden deutlich höher liegen. Mit dem 20. Sachschaden an dem selben Zaun wurde ein trauriger Rekord erreicht. Kein angenehmes Jubiläum, auf das alle Beteiligten, vor allem die Geschädigten verzichten könnten.

In den vergangenen Jahren kam es am Gartenzaun, an der Gartensäule, in einem Fall am Auto des Anliegers und an Verkehrszeichen der Marktgemeinde wiederholt zu Sachschäden. Bereits 2016 befasste sich auch der Marktrat mit dem Unfallschwerpunkt. Weitere Schäden sollte ein entlang des Gartenzauns installiertes eingeschränktes Halteverbot und einige auf Abstand hinweisende Warnzeichen verhindern.

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Die Maßnahmen zeigten in den Folgejahren allerdings kaum Wirkung, was weitere Unfälle zeigten. Mit Einschränkungen hatte nur der Anlieger zu kämpfen, der wegen des Halteverbots direkt an seinem Grundstück nicht mehr parken durfte. Bereits damals habe die Gemeinde dem Anlieger versichert, dass dies keine endgültige Lösung sei, und auch Gemeinderäte waren der Ansicht, dass die Schilder den Geschädigten nur einschränken würden. Sehr dankbar ist die Familie deshalb einer gegenüber liegenden Firma, die das Abstellen derAutos auf dem Firmengelände ermöglicht.

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