19.03.2019 - 11:16 Uhr
EslarnOberpfalz

Baufahrzeuge besetzen Tillyplatz

Bereits Tage zuvor startete mit dem Ablagern von Schotter und der Bereitstellung von Baumaschinen das große Straßenbauprojekt in Eslarn.

Den für den öffentlichen Fahrzeugverkehr gesperrten Tillyplatz belagern Baufahrzeug und Baumaterialien.
von Karl ZieglerProfil

Mit dem Ablagern von Baumaterialien für den Straßenbau und dem Vorbereiten von Absperrmaßnahmen und Umleitungen begannen am Tillyplatz die ersten Vorbereitungen zum Baubeginn. Für die beiden Bauabschnitte zur Neugestaltung des Tillyplatz sind Gesamtkosten von rund 2.400.000 Euro veranschlagt. Mit 80 Prozent Zuwendungen wird aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm VI gerechnet. Die Firma Seebauer plant vor Wintereinbruch 2019 mit der Fertigstellung der Baumaßnahme, so dass das Heimatfest 2020 ohne Baustellen gefeiert werden kann.

Die Baumaßnahme wurde vor einer Woche in Anwesenheit der angrenzenden Hauseigentümer und Anwohner in einer internen Anliegerversammlung von Bürgermeister Reiner Gäbl vorgestellt. Vor dem Baubeginn am Montag wiesen bereits abgelagerte Baumaterialien und Baumaschinen auf die Baumaßnahme am Tillyplatz hin. Den Baubeginn am Montag verfolgten einige Bürger, denen der zufällig anwesende zweite Bürgermeister Georg Zierer vor Ort auf Fragen gerne Auskünfte erteilte.

Die Firma Seebauer war zum Abtragen der Asphaltoberfläche der Staatsstraße mit einer selbstfahrenden Straßenfräse und zum Aufladen des kostenbaren Gutes mit Lastkraftwägen nach Eslarn gekommen und konnte durch die perfekte Vorbereitung gleich loslegen. Der Straßenbelag wurde von der Tillystraße bis zum Tillyplatz abgefräst und am großen Parkplatz am Atzmannsee zwischen gelagert. Durch die geringe Entfernung zur Freizeitanlage waren nur zwei Transportfahrzeuge notwendig und die Arbeiten gingen zügig voran. Beim ersten Bauabschnitt ist die Verlegung des Einmündungsbereiches der Heubachgasse und die Neugestaltung mit einer direkten Kreuzung zur Ludwig-Müller-Straße vorgesehen. Direkt an der Heubachgasse entsteht ein „kleiner Hofgarten“ mit direktem Zugang zur Tagespflegestation der Arbeiterwohlfahrt. Inwieweit den Hofgarten eine Statue einer Persönlichkeit von Eslarn bereichern wird, ist vermutlich noch nicht spruchreif. Im Zusammenhang mit dem Straßenbau werden nicht zuletzt sämtliche Kanäle, Wasserleitungen erneuert und Glasfaserkabel verlegt.

Durch die Verschiebung des Kreuzungsbereiches und der unmittelbar bei der Bank geplanten Parkflächen stand ein seit Jahrzehnten gewachsener Lindenbaum im Weg und musste weichen. Als Ersatz soll ein neuer Baum gepflanzt werden. Wie in einer demokratischen Grundordnung üblich, sind nicht alle über die vorgesehenen Maßnahmen einverstanden. Zur Diskussion steht nicht nur der wegen der benötigten Flächen beseitigte und seit Jahrzehnten gewachsene Lindenbaum, der jedoch durch eine Ersatzpflanzung in unmittelbarer Nähe ersetzt werden soll. Ein Für und Wider in der Bevölkerung bewirkt zudem die Versetzung des Kriegerehrenmals, das auf einem Sockel noch besser ins Rampenlicht gesetzt werden soll. Aber auch die angedachte Verengung der Staatsstraße im Bereich der Tillystraße führt zu Debatten. Die einen sehen in der engen Straße eine Beruhigung des Verkehrs und andere befürchten durch den Gegenverkehr mit Großfahrzeugen ein Verkehrschoas.

Da die Baumaßnahme laut der Baufirma voraussichtlich nach acht Monaten noch vor dem Wintereinbruch abgeschlossen werden soll, wird es zum Heimatfest keine Totalsperrung am Tillyplatz mehr geben. Nach dem vorliegenden Umleitungskonzept werden die aus Waidhaus und Mossbach in Richtung Schönsee und Obervichtach fahrenden Lastwagen und der Durchfahrtsverkehr bei der Kirche über die Kreisstraße (Brennerstraße) umgeleitet. In die entgegengesetzte Umleitung mit einbezogen werden die Fahrzeuge aus Richtung Tillyschanz. Die freigegebene Umleitungsstrecke für den örtlichen PKW-Verkehr über die Seeschmidstraße und Hasenbühlstraße ist für den Schwerverkehr gesperrt.

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