01.06.2020 - 12:30 Uhr
EslarnOberpfalz

Ein blinkender Stern am Himmel

Der plötzliche Tod von Martina Müller und ihr Fehlen als Erzieherin im Kindergarten beschäftigt nicht nur die Erwachsenen, sondern vor allem die Kinder

Das Team, die Eltern und die Kinder vom Eslarner Kindergarten trauern um ihre verstorbene Erzieherin Martina Müller.
von Karl ZieglerProfil

Eine kleine Gedenkstätte mit dem Bild der verstorbenen Martina Müller und Figuren von Jesus, Maria und einem Engel geben den Mädels und Jungs im Zimmer der Sonnenblumenkinder des katholischen Kindergartens die Möglichkeit zum Abschiednehmen. „Unsere Martina hat im Himmel eine neue Wohnung gefunden und wenn ihr abends zum Himmel schaut, grüßt euch Martina als blinkender Stern.“

Die Erzieherin wurde am Freitag in Weiding im Beisein ihres Vaters Rudolf, ihres Freundes Johann, im engsten Verwandten- und Freundeskreis, sowie ihrer Kolleginnen vom Eslarner Kindergarten beigesetzt. Der Schönseer Pfarrer Wolfgang Dietz schilderte im Beisein von Pfarrvikar Bivin aus Eslarn zum Abschied das viel zu kurze Leben der Verstorbenen. Da zeitgleich in Eslarn die Beisetzung von Klara Lang stattfand, konnte Pfarrer Erwin Bauer nicht anwesend sein.

Müllers Wiege stand am 2. Mai 1975 in Schönau. An der Berufsfachschule in Oberviechtach startete sie die Ausbildung zur Kinderpflegerin. Nach der weiteren Ausbildung zur Erzieherin in Zwiesel kam sie 1996 an den katholischen Kindergarten in Eslarn. Im Wechsel mit den pädagogischen Fachkräften Steffi Zimmet, Elisabeth Seefeld und Adela Aumüller leitete sie in den 24 Jahren eine Kindergruppe. In diesem Jahr war sie gemeinsam mit Laura Deutsch für 24 Sonnenblumenkinder verantwortlich. Sie bildete insgesamt 8 Kinderpflegerinnen und 2 Vorpraktikantinnen aus.

Ein schmerzlicher Einschnitt war 1999 der Tod ihrer Mutter. Danach kümmerte sie sich umso mehr um ihren Vater Rudolf. Völlig unerwartet starb sie am 18. Mai im Alter von 45 Jahren.

„Das Sterben ist das Hinübergehen in eine neue Zeit und Welt, das Hinübergehen in die bleibende, erfüllende und beglückende Gemeinschaft mit Gott“, sagte Pfarrer Wolfgang Dietz. Der Glaube lasse Worte finden, wo der Tod uns sprachlos mache und im Glauben lasse sich hoffen, dass der Tod nicht das Ende sei.

Keine leichte Aufgabe hat auch das Kindergartenpersonal, dass erstmals den Tod einer Kollegin mit den Kindern aufarbeiten muss. „Martina wurde von einem Engel abgeholt und hat jetzt bei Jesus und der Gottesmutter Maria im Himmel eine neue Familie und Wohnung gefunden“ formulierte Christina Wagner. Viele einzelne Notizzettel auf einem großen roten Herz weisen auf die guten Wünsche der Kinder hin. „Gott gib Martina eine Wohnung im Himmel, hilf ihr, dass sie es gut hat. Ich vermisse dich. Du fehlst mir. Ich liebe dich und wünsche dir, das du nicht krank bist und husten musst“.

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