Eslarn
14.01.2019 - 09:50 Uhr

Debatte um Photovoltaikanlage

Die Ortsverbände der Freien Wähler und der CSU informieren Bürger über die Freiflächenanlage südlich des Auenwegs. Teilnehmer sprechen sich dagegen aus.

Die geplante Photovoltaikanlage südlich des Auenwegs reicht von der Schönseer Straße fast bis zur Böhmerwaldstraße. Grafik: exb
Die geplante Photovoltaikanlage südlich des Auenwegs reicht von der Schönseer Straße fast bis zur Böhmerwaldstraße.

Das voll besetzte Café Karl zeigte am Freitagabend das enorme Interesse am Großprojekt "Freiflächen-Photovoltaikanlage Auenweg Süd". "Für uns ist es wichtig, dass wir die Bevölkerung im Vorfeld über das mit rund 12 Hektar umfassende Großprojekt aufklären" stellten die Markträte Wolfgang Voit von der CSU und Albin Meckl von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) fest.

Der Einladung zur Informationsveranstaltung der FWG und der CSU ins Cafe Karl waren zahlreiche Mitglieder und interessierte Bürger/innen gefolgt. Die Markträte Albin Meckl von der FWG und Wolfgang Voit von der CSU informierten mit CSU-Vize Robert Brenner die Anwesenden anhand von Bildern und Erläuterungen über die geplante "Freiflächen-Photovoltaikanlage Auenweg Süd". In separaten Versammlungen hatten sich die Mitglieder der FWG und CSU bereits gegen das Projekt ausgesprochen, da die Anlage das Ortsbild negativ präge. "Wir sind nicht grundsätzlich gegen Photovoltaikanlagen, denn die Energiewende braucht diese Form von Energie, aber nicht auf landwirtschaftlichen Freiflächen." Die Mitglieder sprechen sich für Anlagen auf Industrie- und Betriebsflächen, auf privaten oder landwirtschaftlichen Dächern oder auf versiegelten Flächen wie auf der Gemeindedeponie aus. "Dies sind ideale Flächen, wodurch die bäuerlich geprägte ländliche Landschaft nicht beeinträchtigt wird" waren sich die Mitglieder der FWG und CSU mit den Zuhörern einig. "Wir haben in der Gemeinderatsitzung im Dezember vom Projektvorhaben erfahren und bereits am Dienstag, 15. Januar, steht das Vorhaben im Marktrat zur Abstimmung."

Ein Investor will laut Marktrat Wolfgang Voit die landwirtschaftlichen Flächen südlich des Auenweges für 31 Jahre anpachten und darauf eine Photovoltaikanlage in der Größe von 11,6 Hektar, sowie eine Ausgleichsfläche von 2 Hektar, errichten. Die gewaltige Dimension der Anlage, die sich von der Schönseer Straße fast bis zur Böhmerstraße ausbreitet, zeigte der stellvertretende Vorsitzende Robert Brenner anhand eines Bilds. Die drei Meter hohen Ständer für die Platten werden im Boden verankert und das Gelände mit einem 2,5 Meter hohen Zaun umgrenzt. Die Anlage soll spätestens bis 2020 fertiggestellt sein. Da der Anschluss zur Einspeisung für die geschätzte erwirtschaftete Stromleistung von 6 bis 8 Megawatt an der Böhmerstraße liegt, muss noch eine Leitung bis zum Trafo verlegt werden. In der Info-Versammlung erinnerte Marktrat Albin Meckl von der FWG ans Bürgerbegehren im Jahre 2010, das sich mit 75 Prozent gegen eine vor Ort geplante Photovoltaik südlich das Auenweges aussprach, aber aktuell nicht mehr bindend sei. "Die wesentlich größere Anlage wirke auf Gäste nicht einladend und daher ist es für uns wichtig, dass wir vorher mit den Bürgern sprechen und nicht nach dem Genehmigungsverfahren." Bei der Diskussion im Café Karl haben sich die Teilnehmer gegen die Anlage ausgesprochen und sind erneut bereit, auch im Rahmen eines Bürgerbegehrens gegen die Planungen vorzugehen.

Die Ortsverbände der FWG und CSU informierten die Bürger über das Projekt Photovoltaikanlage. Bild: gz
Die Ortsverbände der FWG und CSU informierten die Bürger über das Projekt Photovoltaikanlage.
 
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