10.01.2020 - 14:17 Uhr
EslarnOberpfalz

Denkmal am Tillyplatz beschäftigt Eslarner Kriegerverein

Die Neugestaltung des Tillyplatzes steht in der Mitgliederversammlung des Kriegervereins zur Diskussion.

Der Vorsitzende des Kriegervereins Albert Grießl wies auf die dunklen Flecken am Sockel des Denkmals hin.
von Karl ZieglerProfil

Vorsitzender Albert Grießl vom Krieger- und Soldatenverein (KSV) hätte sich eine grundlegende Sanierung des Krieger-Ehrenmals gewünscht. Unter den Gästen der Mitgliederversammlung gab es aber auch Stimmen, die die Umgestaltung des Tillyplatzes weniger positiv sahen.

Unterschiedliche Meinungen gebe es auch unter Nichteslarnern zur verengten Fahrbahn, der S-förmigen Straßenführung und zur Parkplatzsituation. Laut Grießl liegen die Gesamtkosten bei rund 1,8 Millionen Euro und die Förderung bei 80 Prozent. Angeblich soll bei einer Besprechung mit dem Architekten aufgrund der hohen Pflasterkosten von 200 Euro pro Quadratmeter scherzhaft der Ausdruck „Apotheken-Pflaster“ gefallen sein. Die Mehrheit des Marktgemeinderates habe sich für diese Art der Gestaltung des Tillyplatzes ausgesprochen und das müsse man hinnehmen, meinte Grießl.

Er kritisierte, dass das 105 Jahre alte Kriegerdenkmal total abgebaut war, und nur oberflächlich gereinigt worden sei. „Nach meiner Meinung wäre eine grundlegende Sanierung durch Sandbestrahlung nachhaltiger gewesen.“ So wäre die Grundfarbe wieder zum Vorschein gekommen. Bei mehrmaligen Nachfragen beim zuständigen Steinmetz wurde auch auf die aktuell noch vorhandenen Flecken am Sockel hingewiesen. Auch die in Jahrzehnten entstandenen dunklen Flecken am Sockel und die Spuren früherer Ausbesserungsmaßnahmen wären durch die Bestrahlung mit Sand nach Meinung von Grießl dann nicht mehr sichtbar gewesen. Voraussetzung für diese Art von Sanierung sei eine Vertiefung der Schriften. „Damit hätte man die alten Gravuren deutlicher und nachhaltiger erhalten können.“

Da laut Grießl in den Sommermonaten keine Arbeiten am Denkmal durchgeführt worden sind, hätte man auch reichlich Zeit für eine Generalsanierung gehabt. „Dies hätte zwar Mehrkosten verursacht, aber bei den hohen Gesamtkosten für die Tillyplatzgestaltung wäre das nicht ins Gewicht gefallen und das Denkmal hätte die nächsten 100 Jahre überdauert.“

Der zuständige Steinmetz habe diese Auffassung bestätigt. Mit einem Antrag im Marktrat habe man versucht eine Mehrheit für die Generalsanierung zu bekommen. „Leider wurde dieser abgelehnt.“ Eine heftigere Intervention durch den KSV sei nicht möglich gewesen, bedauerte Grießl. Träger des Monuments sei die Gemeinde er Markt stärker gewollte Einwirkung von Seiten des KSV war nicht möglich, da der Träger des Denkmals die Gemeinde ist und die Mehrheit im Marktrat entscheide über die Baumaßnahme.

In der anschließenden Diskussion nannte vor allem Ehrenmitglied Georg Zierer senior den neugestalteten Tillyplatz für gelungen. „Die Mehrheit im Marktrat hat so entschieden. Damit kann man leben.“

Auf die Flecken am Sockel des Denkmals wies Albert Grießl vom Kriegerverein hin.
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