Die Hauptattraktion beim Barthlmarkt in Eslarn war der Aufmarsch des "Weydhauser Fähnleins" mit Bürgermeisterin Margit Kirzinger. In historischen Kostümen und Hüten mit Federschmuck übernahm Hauptmann Andreas Ringholz mit seinen Mannen für kurze Zeit die Oberhand beim Markttreiben und stellte sich mit zwei kurzen Aufführungen ins Rampenlicht.
Die mit Schwertern und Lanzen bewaffnete Truppe suchte unter dem Publikum weitere Anwerber für die dezimierte Truppe. Trotz der Unbeholfenheit beim Tauglichkeitstest nahm der Hauptmann den fränkischen Bauern "Jockl" in die Truppe auf. Der Entlohnung mit drei Krug Bier konnte der Franke trotz Gegenwehr seiner Frau einfach nicht widerstehen. Die Söldnern wurden früher von Trossfrauen und Marketenderinnen begleitet. Nach Ablegung des Eides an der Fahne bekam der neue Soldat einen Helm und eine Lanze. Bei einem Würfelspiel entwickelten sich bei einigen Soldaten ein Streit, in den auch der Hauptmann mit hineingezogen wurde.
Der Führer des kleinen Regiments musste sich gegen zwei aufbegehrende Soldaten zur Wehr setzen und seine Führungsrolle mit Schwert und Messer verteidigen. Mit Bier wurde der siegreiche Schwertkampf besiegelt und die Truppe kehrte wieder ins Quartier nach Waidhaus zurück. Mit der Aufführung erinnerten die Waidhauser an das Zusammentreffen, die Belagerungen und Gefechte der protestantischen Truppen unter Ernst Graf von Mansfeld und der katholischen Truppen unter Johann T´Serclaes von Tilly im 17. Jahrhundert bei Waidhaus. Eine Verbindung zu den beiden Heeresführern und Eslarn führt auch an die Tillygräben an der Eslarner Grenze. "Lasset die Glocken läuten und den Fried verkünden! Mansfeld und Tilly lassen die Waffen schweigen.."
An den seit 400 Jahre bestehenden Waidhauser Frieden erinnern die Waidhauser vom 16. bis 18. Juli 2021 mit einem großen Friedensfest und laden dazu zu zahlreichen Veranstaltungen ein. Nach einem "ungeordneten" Exerzieren der mit Handwaffen ausgerüsteten Soldaten gab Hauptmann Andreas Ringholz der Kampftruppe das Kommando zum Abrücken ins Feldlager nach Waidhaus.














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