Eslarn
25.02.2019 - 09:17 Uhr

Eslarn bereitet sich auf Weiberfasching vor

Die Eslarner sind vorbereitet: Am unsinnigen Donnerstag herrscht in den Straßen, den Geschäften, Einrichtungen und vor allem am Rathaus regelrecht der Ausnahmezustand.

Zum Asgrom gehört ein Pflug, und nicht unter jedem Damenrock muss eine Dame stecken. Bild: gz
Zum Asgrom gehört ein Pflug, und nicht unter jedem Damenrock muss eine Dame stecken.

Die Tradition des "Fosen´d asgroms" halten am Donnerstagnachmittag, 28. Februar, seit Jahrzehnten mehrere Gruppen aufrecht. Auf den "Tag der Frauen" einstimmen werden sich die Mitglieder und Gäste des katholischen Frauenbundes zum Faschingsfrühstück beim Boderbeck im Café Karl. Zum Höhepunkt der fünften Jahreszeit sozusagen zum "Warmlaufen und Warmspielen" treffen sich am unsinnigen Donnerstag die Musiker der "Schlutupers" im Gasthof "Böhmerwald und "Jesse-James-Band" im Gasthaus "Zum Sportzentrum".

Nach dem "Warm Up" in den jeweiligen Hauptquartieren machen sich die beiden Musikgruppen mit ihrem Anhang in freier Marschordnung in Richtung Marktplatz auf den Weg. Zum symbolischen Asgrom der Fosen´d - für auswärtige Gäste ist damit das Ausgraben der Faschingszeit gemeint - führen die kostümierten Frauen, Männer und Jugendlichen hinter einem Bulldog einen Pflug mit. Einen kurzen Stopp legen die Maskerer in geöffneten Gaststätten, Geschäften und Banken ein. Da bekannt wurde, dass in der AWO-Tageseinrichtung beim Seniorenfasching auch Zoigl ausgeschenkt wird, ist auch dort ein Verpflegungsstopp eingeplant.

Nach der schweißtreibenden Tour ist ab 15 auch am Rathaus ein längerer Halt und die Möglichkeit etwas Flüssigkeit nachzutanken vorgesehen. Mit einem Standkonzert bedanken sich die Musiker am Marktplatz für die Gaben und laden dazu die Bevölkerung und Gäste aus nah und fern ein. Damit der Narrenansturm am Rathaus einigermaßen glimpflich vonstatten geht und das närrische Volk milde gestimmt wird, haben sich die Gemeindearbeiter am Eingang mit einem Bollwerk an Rebhuhnzoigl bestens vorbereitet.

Da zum "Weiberfasching" vor allem auch viele maskierten Frauen oder verkleidete Männer, die in der fünften Jahreszeit zumindestens nach Aussehen in die Rolle der Weiblichkeit schlüpfen, unterwegs sind, gilt am unsinnigen Donnerstag "Krawatten-Alarm". Bestens vorbereitet mit Schere und flüssigen Trostpflaster hat sich dabei im Schutz ihres engagierten Wachdienstes das rührige "Raiffeisen-Marktweiber-Geschwader". Den unsinnigen Donnerstag ausklingen lassen die Faschingsgruppen gegen Abend im Sportzentrum und im Böhmerwald.

 
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