19.05.2020 - 12:33 Uhr
EslarnOberpfalz

Eslarner ist Augustiner mit Leib und Seele

Der Augustinerpater Felix Matthias Meckl erinnerte sich in einem Dankgottesdienst im kleinen Kreis an die Priesterweihe und die Primiz

Augustinerpater Felix Meckl (Zweiter von rechts) feierte mit seinen Mitbrüdern im Augustinerkonvent „Maria Eich“ und im kleinen Kreis in Eslarn sein zehnjähriges Priesterjubiläum.
von Karl ZieglerProfil

„In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.“ Mit diesem Spruch von Aurelius Augustinus, der von 395 bis 430 Bischof von Hippo Regius war, machte sich Pater Felix Meckl im 21. Jahrhundert auf seinen seelsorglichen Weg. Der Pater aus Eslarner feierte in seiner Heimatkirche im kleinen Kreis das zehnjährige Priesterjubiläum und erinnerte an die feierliche Weihe am 8. Mai in Würzburg und die unvergessliche Primiz am 9. Mai in Eslarn.

Bereits mit 14 Jahren keimte in ihm die Idee Augustiner zu werden. Nach dem Abitur am Kepler-Gymnasium Weiden folgte am 8.11.2002 das Noviziat und nach der einjährigen Ordensausbildung in Germershausen bei Göttingen genau ein Jahr später das Versprechen der Ersten Profess in Würzburg. Mit dem Ordensgelübde versprach Felix Meckl nach den evangelischen Räten der Augustinusregel in klösterlicher Gemeinschaft in Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam zu leben.

Zum Theologiestudium ging es zur Julius-Maximilians-Uni nach Würzburg und ans Instituto Patristico Augustinianum sowie zur Pontifical Gregorian Uni nach Rom. Am 2007 folgte in Würzburg die Ewige Profess und wenige Monate später das Diplom im Fach Theologie. Die praktische Priesterausbildung führte Pater Felix zur Citypastoral nach Nürnberg, wo im Mai 2009 auch die Diakonweihe stattfand. Erfahrungen sammelte der Pater als Touristenseelsorger in San Gimignano in der Toskana und in der Pfarrseelsorge in Berlin-Wilmersdorf und Wegmarken einer langen Ausbildung waren die Priesterweihe am 8.5.2010 in Würzburg und am 9.5.2010 die unvergessliche Primiz mit Kirchenzug und Festmesse in Eslarn.

Sein Weg führte ihn seither in die Krankenhausseelsorge nach Berlin und als Kaplan nach Münnerstadt, wo er 2013 zwei Jahre die Leitung des ehemaligen Jugendhauses am „Dicken Turm“ übernahm. Seit August 2015 wohnt Pater Felix im Augustinerkonvent „Maria Eich“ bei Planegg. Im Erzbischöflichen Ordinariat München arbeitet er als Fachreferent für Berufungspastoral und in „Maria Eich“ ist er seit dem Provinzkapitel 2019 für die Prokuratur und am Wallfahrtsort als Seelsorger zuständig. „Vieles wird derzeit im Homeoffice erledigt.“ Als Mitglied der internationalen Jugendkommission des Weltordens war Pater Felix im Oktober 2017 und im Vorfeld des Weltjugendtages 2019 jeweils ein paar Tage in Panama.

Seit nunmehr 10 Jahren macht er sich als Priester mit Jesus auf den Weg und verbreitet die christliche Botschaft. Intensive Momente waren und sind für Pater Felix Menschen begleiten zu dürfen, sei es bei Trauungen oder als Stütze bei Tod und Trauer. „Ich bin Priester geworden, um den Menschen eine Hilfe zu sein Gott in ihrem Leben zu entdecken.“ Besonders wichtig sind für den Augustiner die Kontakte zu seinen Brüdern, auch in anderen Konventen wie Rom, Prag, Berlin und Würzburg und zu seinen Freunden überall auf der Welt. Auch die kirchliche Jugendarbeit liegt ihm am Herzen. Als Ausgleich zu seinen Aufgaben nutzt er die wenige Freizeit zur körperlichen Fitness mit Krafttraining und Schwimmen.

Das zehnjährige Priesterjubiläum im Mai feierte Pater Felix Meckl mit seinen Mitbrüdern mit einer Messfeier im Kloster „Maria Eich“ und im kleinen Kreis in seiner Heimatpfarrei in Eslarn. Die Hygieneschutzmaßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie ließen in der Kirche nur 50 Personen zu und die geplante Begegnung im Pfarrheim nicht zu. In der Predigt lud Pater Felix ein das Gottvertrauen zu stärken und im Anschluss stimmte er das auf einem Bibelvers basierende Lied „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!“ von Heiko Bräuning an.

Die Sängerinnen Monika Lindner und Angelika Wild mit Organistin Martina Brenner überraschten mit dem Lied „Ich bin bei Dir“. Das Abschlusslied „Geh deinen Weg mit Gott“ beinhaltete das solidarische Miteinander und den Zusammenhalt. Zusammenfassend stellte Pater Felix Meckl fest: „Das tut einfach gut wieder miteinander feiern zu können. Ich hoffe, dass viele Menschen etwas aus der gegenwärtigen Krise lernen und nicht nur versucht wird, möglichst schnell alles wieder herzustellen, wie es früher einmal war.“

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