24.04.2020 - 09:09 Uhr
EslarnOberpfalz

"Eslarner in München" mit neuer Vereinsführung

Die Mitglieder des Heimatvereins „Die Eslarner in München“ wählen eine neuen Vorstand und ehren langjährige Mitglieder. Bangen müssen sie um das geplante Heimatfest.

Den neuen Vorstand bilden (von links) Berta Ertl, Ehrenvorsitzender Sepp Bauer, Anneliese Widemann, Gretl Thomas, Heinrich und Erika Kleber, Schorsch und Adele Lindner.
von Karl ZieglerProfil

Den Heimatverein „Eslarner in München“ stärkt eine neuer Vorstand um Vorsitzenden Heinrich Kleber und langjährige, aber auch junge Mitglieder. Gemeinsam mit den Angehörigen und dem Münchner Kindl nimmt der Heimatverein seit 124 Jahren am Marktjubiläum teil. In diesem Jahr droht die Corona-Pandemie das Heimatfest. In der Maisitzung will der Marktrat endgültig über das Eslarner Großfest entscheiden, ob es stattfinden kann und ob die bereits getätigten Planungen wie Festzelt, Festwirt und Musik abgesagt und ins nächste Jahr verlegt werden.

Die knappen Arbeitsplätze auf dem Lande und das starke Wirtschaftswachstum durch die Industrialisierung, vor allem in den Städten, veranlassten viele Eslarner zum Wegzug. Im Jahr 1896 wurde die Gesellschaft die „Eslarner in München" gegründet. Die ersten Besuche der Heimatvereine in Eslarn ab dem späten 19. Jahrhundert waren der Grundstein für eine lange Tradition und der Start für die nachfolgenden Heimatfeste.

Das erste von der Marktgemeinde veranstaltete offizielle Heimatfest mit Beteiligung der Landsmannschaften aus München, Nürnberg und Zwickau fand 1935 statt. Nach der Wiederzulassung durch die amerikanischen Militärregierung fanden nach dem zweiten Weltkrieg ab 1948 regelmäßig wieder Heimatfeste statt. Ab dem Jubiläums-Heimatfest im Jahr 1950 wurde das örtliche Marktjubiläum traditionell im Fünfjahresrhythmus gefeiert. In diesem Jahr droht aufgrund des unsichtbaren Feindes „Corona“ seit dem Krieg die erste Absage des Heimatfestes.

Leider existieren außer den Münchnern und Eisendorfern keine weiteren Heimatvereine mehr. Ab 2015 reduzierten sich die in der Arbeitsgemeinschaft organisierten Oberpfälzer Heimatvereine, in der auch die Eslarner in München Mitglied sind, von 18 auf 12 Vereine.

Für das 25. Heimatfest bestens gerüstet haben sich die Münchner mit einer neu gewählten Vorstandschaft. Zur Wahl trafen sich die Mitglieder im „Mehlfeld Restaurant und Kulturbühne“ in der Guardinistraße. Zum 21. Vorsitzenden und zum Nachfolger von Otto Wild wurde Heinrich Kleber und zur zweiten Vorsitzenden Berta Ertl gewählt. Wiedergewählt wurden Schriftführer Georg Lindner und 2. Schriftführerin Irmgard Roesler. Leider verstarb der Kassier Fritz Thomas und hinterließ im Vorstand eine große Lücke.

Ebenfalls neu im Vereinsgremium ist 2. Kassiererin Adele Lindner und Kassenprüferin Anneliese Widemann. Im Amt als Kassenprüfer bestätigt wurde Alfons Binder und die Beisitzerinnen Gretl Thomas und Anneliese Widemann. Das Gremium als neue Beisitzerinnen verstärken Erika Kleber und Hannelore Kleber. Die ehrenamtliche Tätigkeit eines Chronisten übernahmen Maria (Mariele) Bernholt und Georg Lindner.

Die Fahnensektion besteht aus Anneliese Widemann, Heinrich Kleber und Adele Lindner. Hoffnung für den Verein geben vor allem die langjährigen Mitglieder, die die überlieferte Tradition an die Jüngeren weitergeben, aber auch die Jüngeren wie Markus Hanauer mit 17 Jahren.

Ein Dank ging an die Ehrenmitglieder Rolf Behrens für 63 und Otto Wilka, der kürzlich 94 Jahre wurde, für 60 Mitgliederjahre. Das langjährige Vorstandsmitglied Wilka ist auch Träger des Ehrenschilds der ARGE Oberpfälzer Heimatvereine in München. Bereits 60 Jahre im Verein vertreten sind Ehrenvorstand Josef Bauer, 50 Jahre Ehrenmitglied Edeltraud Dunkl, Berta Ertl und Betti Rackerseder.

Aufgrund des Durchschnittsalters von rund 71 Jahren wird das traditionelle Gartenfest des Münchner Heimatvereins in der Eslarner Vereinsgaststätte „Böhmerwald“ nicht mehr Bestandteil des Heimatfestprogramms sein. Der Traditionsverein in München hofft, dass das Thema „Auflösung“ den Verein noch lange nicht beschäftigen wird. Bereits geplant ist 2021 das 125-jährige Vereinsjubiläum, das in einem kleinen Rahmen gefeiert werden soll.

Gemeinsam mit dem Heimatverein „Eisendorf und Umgebung“ wünschen sich die „Eslarner in München“ eine Verbesserung der Gesundheitslage und hoffen auch in schwierigen Zeiten weiterhin auf einen guten Zusammenhalt mit den „Dahoumgebliebenen“.

Die Fahnensektion besteht aus (von links) Anneliese Widemann, Heinrich Kleber und Adele Lindner.
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