19.08.2019 - 10:21 Uhr
EslarnOberpfalz

Gesang vereint Fagott und Harfe

Ein klangvolles und einzigartiges Abendkonzert durften die vielen Besucher in der Pfarrkirche bei freiem Eintritt genießen.

Das über einstündige Konzert umrahmten Sopranistin Dagmar Spannbauer aus Schwandorf mit Gesang, Veronika Miller-Wabra aus Oberviechtach mit Harfe und Roland Polzer aus Zell mit Fagott mit klassischen und sakralen Werken.
von Karl ZieglerProfil

Die Pfarrei hatte die Bevölkerung und Gäste zur "Geistlichen Abendmusik" in die Pfarrkirche "Mariä Himmelfahrt" eingeladen. Das über einstündige Konzert umrahmten Sopranistin Dagmar Spannbauer aus Schwandorf mit Gesang, Veronika Miller-Wabra aus Oberviechtach mit Harfe und Roland Polzer aus Zell mit Fagott unter anderen mit klassischen und sakralen Werken. Nicht nur die musikalische Besetzung, sondern auch der freie Eintritt zu diesem hörenswerten und stimmungsvollen Konzert dürfte einmalig gewesen sein.

Für die Musik hat der Gesang als älteste und ursprünglichste Stimme eine hervorragende Bedeutung, er verbindet Musik und Sprache und nutzt die emotionale Ausdruckskraft der menschlichen Stimme. Die sehr seltene Besetzung mit Fagott und Harfe die für eine barocke Saalkirche sehr ideal. Sängerin Dagmar Spannbauer, Harfinistin Veronika Miller-Wabra und Roland Polzer mit Fagott spielen seit Jahrzehnten in verschiedenen Besetzungen, treten als Solisten auf und vereinten sich in Eslarn zu einem klangvollen Trio. Bevor Pfarrer Erwin Bauer die Zuhörer im Gotteshaus begrüßte, stimmte die Sopranistin in Begleitung von Harfe und Fagott die Zeitreise durch die Musikepochen beginnend mit dem "Ave Maria" von Jacob Arcadelt (1500 bis 1568) an.

"In dem freundlichen Kirchenraum mit höchster angenehmer Akustik, zudem im Reigen der vielen musizierenden und zünftigen Engel an den Bankreihen, ist es eine ganz große Freude, zu singen und zu spielen", meinte Miller-Wabra. Die Marienkirche biete dank der klangvollen Akustik einen ideale Kontrast für die bevorstehende musikalische Wanderung durch fünf Jahrhunderte.

Dem "Ave Maria" folgten gleichnamige Kompositionen aus der Zeit der Renaissance von Giulio Caccini (1546 bis 1618) und von Franz Schubert (1797 bis 1828), der mit der Hymne an die Jungfrau eines der schönsten christlichen Lieder komponierte. Spannbauer brillierte mit ihrer exzellenten Sopranstimme. Mit "Angelus" des 78-jährigen französischen Harfenisten und Komponisten Bernard Andres folgte ein neuzeitliches Werk. Nicht fehlen durfte die Ouvertüre aus der Oper "Xerxes" von Georg Friedrich Händel und zu Ehren der Gottesmutter das Lied "Maria Himmelskönigin" vom Kirchenkomponisten Franz Joseph Philipp (1890 bis 1972). Es folgten "Sei stille dem Herrn" von Jakob Ludwig Felix Mendelssohn-Barholdy (1809 bis 1847), "Largo aus den Vier Jahreszeiten" vom venezianischen Komponisten Antonio Lucio Vivaldi und "Jesus bleibet meine Freude" von Johann Sebastian Bach und zum krönenden Abschluss das "Vater unser" des estnischen Komponisten Arvo Pärt. Die Zuhörer dankten mit kräftigen Schlussapplaus und Spenden. "Auch wir haben den Musikabend mit dem Publikum genossen", fasste Miller-Wabra zusammen.

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